Angry Anleger: Rovios jüngstes Quartal war eine "brutale Enttäuschung"
Der finnische Entwickler Rovio schien mit seiner immens populären Angry Birds-Reihe kurz vor der Weltherrschaft zu stehen. Vor einigen Jahren war das mobile Spiel omnipräsent. Inzwischen ist es von der Popularität früherer Jahre weit entfernt, was das Unternehmen aber nicht an einem Börsengang gehindert hat. Doch die ersten Quartalszahlen waren mehr als enttäuschend.
Man muss kein Experte sein, um zu wissen, dass der Zeitpunkt an der Börse alles ist. Das gilt nicht nur für Anleger und den richtigen Moment beim Kaufen und Verkaufen, sondern auch für die Unternehmen. Denn auch diese müssen den richtigen Zeitpunkt erwischen. Angry Birds-Entwickler Rovio hat diesen wohl eher verpasst.
Denn gestern haben die Finnen Quartalszahlen präsentiert, es waren die ersten seit dem Börsengang im vergangenen September. Und diese hat ein Analyst gegenüber dem Wirtschaftsportal Bloomberg als "brutale Enttäuschung" bezeichnet. Der Kurs hat auch entsprechend reagiert und ist nach der Bekanntgabe um 20 Prozent in die Tiefe gestürzt.
Rovio musste jedenfalls ein Minus von rund 800.000 Euro bekannt geben, im gleichen Vorjahresquartal konnte man noch ein Plus knapp von vier Millionen Euro vermelden. Der Umsatz hat sich allerdings positiv entwickelt, denn hier konnte man gut 70 Millionen Euro schreiben, das ist ein Plus von rund 40 Prozent.
Auch von Bloomberg befragte Experten sehen die Angelegenheit nicht so dramatisch und meinten, dass sich das Rovio-Papier erholen wird. Ein Zweifel bleibt aber: Denn Rovio ist derzeit an Angry Birds regelrecht gekettet und Experten meinen, dass man dringend ein zweites Standbein braucht.
Denn gestern haben die Finnen Quartalszahlen präsentiert, es waren die ersten seit dem Börsengang im vergangenen September. Und diese hat ein Analyst gegenüber dem Wirtschaftsportal Bloomberg als "brutale Enttäuschung" bezeichnet. Der Kurs hat auch entsprechend reagiert und ist nach der Bekanntgabe um 20 Prozent in die Tiefe gestürzt.
Rovio musste jedenfalls ein Minus von rund 800.000 Euro bekannt geben, im gleichen Vorjahresquartal konnte man noch ein Plus knapp von vier Millionen Euro vermelden. Der Umsatz hat sich allerdings positiv entwickelt, denn hier konnte man gut 70 Millionen Euro schreiben, das ist ein Plus von rund 40 Prozent.
"Teure" Nutzer
Diese beiden Zahlen sind aber kein Widerspruch: Denn man kann zwar Nutzer anlocken, das kostet aber viel Geld. Denn Rovio musste in Marketing und ähnliches 22,2 Millionen Euro investieren. Rovio-Chefin Kati Levoranta versuchte aber zu beruhigen und meinte, dass man diesen Rückgang der Profitabilität erwartet habe und dass dieser auch zur Strategie gehöre.Auch von Bloomberg befragte Experten sehen die Angelegenheit nicht so dramatisch und meinten, dass sich das Rovio-Papier erholen wird. Ein Zweifel bleibt aber: Denn Rovio ist derzeit an Angry Birds regelrecht gekettet und Experten meinen, dass man dringend ein zweites Standbein braucht.
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