USA als IS-Unterstützer? Russland "beweist" das per Videospiel-Bild
Das Verhältnis zwischen Russland und den USA ist traditionell ein schwieriges, daran ändert auch die "Bromance" zwischen Donald Trump und Wladimir Putin nichts. Ein Zankapfel ist Syrien: Das russische Verteidigungsministerium will nun "unwiderlegbare Beweise" gefunden haben, dass die USA dem Islamischen Staat helfen. Diese wurden allerdings rasch widerlegt.
Video- und Computerspiele sehen immer besser aus und sind heutzutage kaum von der Realität zu unterscheiden. Das wurde schon so manchem Medium und Fernsehsender zum Verhängnis, denn immer wieder tauchen in Berichten Bilder auf, die aus Games stammen.
Auch im russischen Verteidigungsministerium hätte man wohl besser hinsehen sollen, denn eine Behörde, die für militärische Belange zuständig ist, könnte und sollte über solche Dinge besser Bescheid wissen. Denn das Ministerium hat laut einem Bericht der BBC nun "unwiderlegbare Beweise" für die Unterstützung des Islamischen Staates durch US-Militärs vorgelegt.
Links das Original-Material aus dem Spiel, rechts der 'Beweis' des russischen Ministeriums
Das Ministerium hat mittlerweile zugegeben, dass ein Mitarbeiter "fälschlicherweise" das Foto angehängt hat. Eine Fakten-Checker-Gruppe namens Conflict Intelligence Team kam aber zum Schluss, dass auch die vier weiteren Fotos als Irrtümer bezeichnet werden müssen.
Der russische "Fehler" ist für das Ministerium peinlich. Denn man hat den Screenshot ausgeschnitten und versucht, mögliche Hinweise auf das Original zu entfernen. "Versucht" nur deshalb, weil man in der rechten oberen Ecke einen Teil des Disclaimers sieht, wonach es sich um Aufnahmen aus der Entwicklungsphase des Spiels handelt.
Auch im russischen Verteidigungsministerium hätte man wohl besser hinsehen sollen, denn eine Behörde, die für militärische Belange zuständig ist, könnte und sollte über solche Dinge besser Bescheid wissen. Denn das Ministerium hat laut einem Bericht der BBC nun "unwiderlegbare Beweise" für die Unterstützung des Islamischen Staates durch US-Militärs vorgelegt.
Links das Original-Material aus dem Spiel, rechts der 'Beweis' des russischen Ministeriums
Upsi
Laut der russischen Behörde ist auf einem Bild ein IS-Konvoi zu sehen, der von der US-Luftwaffe (wohl per Drohne) geschützt eine syrische Stadt verlässt. Schnell haben aber aufmerksame Beobachter entdeckt, dass das Bild nicht echt ist, sondern aus einem Video zum Smartphone-Spiel "AC-130 Gunship Simulator: Special Ops" stammt.Das Ministerium hat mittlerweile zugegeben, dass ein Mitarbeiter "fälschlicherweise" das Foto angehängt hat. Eine Fakten-Checker-Gruppe namens Conflict Intelligence Team kam aber zum Schluss, dass auch die vier weiteren Fotos als Irrtümer bezeichnet werden müssen.
Der russische "Fehler" ist für das Ministerium peinlich. Denn man hat den Screenshot ausgeschnitten und versucht, mögliche Hinweise auf das Original zu entfernen. "Versucht" nur deshalb, weil man in der rechten oberen Ecke einen Teil des Disclaimers sieht, wonach es sich um Aufnahmen aus der Entwicklungsphase des Spiels handelt.
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