Brexit: Europäische IT-Firmen freuen sich auf Abschied von den Briten
Der bevorstehende Ausstieg Großbritanniens aus der EU sorgte anfänglich zwar auch in der europäischen IT-Branche für Verunsicherung - inzwischen erwarten die meisten Manager aber eher positive Effekte für ihr jeweiliges Unternehmen. Wohl auch, weil im Binnenmarkt Konkurrenz wegfällt.
Infografik: UK droht durch Brexit ein Brain-Drain
Immerhin 70 Prozent der IT-Führungskräfte in der restlichen EU gehen inzwischen davon aus, dass der Brexit ihrem Unternehmen neue Chancen eröffnen wird. Vor allem in Frankreich sehen zahlreiche IT-Unternehmen (83 Prozent) den Ausstieg der Briten eher positiv. Aber auch in Belgien lag der Wert mit 78 Prozent recht hoch, weniger hingegen in Schweden, wo es nur 49 Prozent waren. Offenbar hofft man bei den direkten Nachbarn darauf, dass verschiedene in Großbritannien ansässige Unternehmen ein Stück in die Umgebung umziehen, um weiterhin Zugang zur EU zu behalten.
Der Ausstieg der Briten bringt aber nicht nur gute Gefühle mit sich, wie aus den Umfrageergebnissen im Auftrag von Iterroute hervorgeht. 63 Prozent der Manager in der Branche befürchten, dass dies nur der Anfang ist und die EU eines Tages komplett zerfallen könnte. Das würde die europäischen Unternehmen natürlich hart treffen, weil sie dann nicht mehr über einen so starken Heimatmarkt verfügen würden und wesentlich schlechtere Chancen im Konkurrenzkampf mit Firmen aus den USA oder Asien hätten. Mit 78 Prozent ist die Angst vor einem Auseinanderbrechen der EU in Deutschland am höchsten.
Das ist wenig verwunderlich, denn verschiedene Folgen sind im Grunde vorherzusehen. So werden mit Sicherheit noch einige globale Unternehmen, die mit ihrem Europa-Sitz aktuell noch in London ansässig sind, in andere EU-Staaten umziehen. Denn ihnen geht es schließlich vor allem um den Zugang zum EU-Binnenmarkt. Hinzu kommt, dass derzeit noch völlig unklar ist, wie der britische Außenhandel in zwei Jahren dann aussehen wird - denn mit dem Brexit steigt Großbritannien auch aus allen Wirtschaftsverträgen aus, die Europa mit dem Rest der Welt geschlossen hat. Diese müssen von den Briten weitgehend neu ausgehandelt werden, was bis zum Zeitpunkt des Ausstieges niemals möglich sein wird.
Infografik: UK droht durch Brexit ein Brain-Drain
Immerhin 70 Prozent der IT-Führungskräfte in der restlichen EU gehen inzwischen davon aus, dass der Brexit ihrem Unternehmen neue Chancen eröffnen wird. Vor allem in Frankreich sehen zahlreiche IT-Unternehmen (83 Prozent) den Ausstieg der Briten eher positiv. Aber auch in Belgien lag der Wert mit 78 Prozent recht hoch, weniger hingegen in Schweden, wo es nur 49 Prozent waren. Offenbar hofft man bei den direkten Nachbarn darauf, dass verschiedene in Großbritannien ansässige Unternehmen ein Stück in die Umgebung umziehen, um weiterhin Zugang zur EU zu behalten.
Der Ausstieg der Briten bringt aber nicht nur gute Gefühle mit sich, wie aus den Umfrageergebnissen im Auftrag von Iterroute hervorgeht. 63 Prozent der Manager in der Branche befürchten, dass dies nur der Anfang ist und die EU eines Tages komplett zerfallen könnte. Das würde die europäischen Unternehmen natürlich hart treffen, weil sie dann nicht mehr über einen so starken Heimatmarkt verfügen würden und wesentlich schlechtere Chancen im Konkurrenzkampf mit Firmen aus den USA oder Asien hätten. Mit 78 Prozent ist die Angst vor einem Auseinanderbrechen der EU in Deutschland am höchsten.
Brexit sorgt schon für Entscheidungen
Und für die Wirtschaft ist der Ausstieg der Briten längst ein sehr praktisches Thema - auch wenn das noch nicht einmal in den gerade begonnenen Verhandlungen so aussieht. 95 Prozent der IT-Unternehmen gaben an, dass der Brexit schon längst Einfluss auf die Entscheidungen hat und man bereits daran arbeitet, sich auf den sich ändernden Markt einzustellen.Das ist wenig verwunderlich, denn verschiedene Folgen sind im Grunde vorherzusehen. So werden mit Sicherheit noch einige globale Unternehmen, die mit ihrem Europa-Sitz aktuell noch in London ansässig sind, in andere EU-Staaten umziehen. Denn ihnen geht es schließlich vor allem um den Zugang zum EU-Binnenmarkt. Hinzu kommt, dass derzeit noch völlig unklar ist, wie der britische Außenhandel in zwei Jahren dann aussehen wird - denn mit dem Brexit steigt Großbritannien auch aus allen Wirtschaftsverträgen aus, die Europa mit dem Rest der Welt geschlossen hat. Diese müssen von den Briten weitgehend neu ausgehandelt werden, was bis zum Zeitpunkt des Ausstieges niemals möglich sein wird.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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