Quake 2 Raytracing: Studentenprojekt bringt RTX 2080 ins Schwitzen

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Nvidia bewirbt Raytracing als das Feature der neuen Turing-Grafikkarten, die Liste der Spiele mit Unterstützung ist aber noch sehr überschaubar. Jetzt hat ein Studententeam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die neuen Möglichkeiten auf einen alten Kult-Titel angewendet. Licht und Schatten sowie Spiegelungen des Shooters Quake 2 wurden komplett mit Raytracing neu berechnet.

Da strahlt ein alter Klassiker in völlig neuem Glanz

Quake 2 hat seit seiner Vorstellung im Jahr 1997 einige Modifikationen erhalten und wurde immer wieder für verschiedenste Projekte genutzt. Unter dem Namen Q2VKPT hat eine Gruppe von Studenten des KIT unter Leitung von Christoph Schied jetzt ein Projekt vorgestellt, das dem alten Titel mit neuer Technologie zu frischem Glanz verhilft. Die Abkürzung, die für "Quake 2 Vulkan Pathtracing" steht, gibt dabei laut dem Bericht von Golem einen guten Hinweis darauf, um was sich die Studenten hier bemüht haben.

So nutzte das Team mit Quake 2 Starter - das auf Quake 2 Pro basiert - eine angepasste Version des Titels, der seit einigen Jahren von Entwickler id Software unter einer Open-Source-Lizenz bereitgestellt wird. Die Integration der Beleuchtungstechnologie Pathtracing war dabei unter der Vulkan-Grafikschnittstelle mit einer Nvidia-eigenen Erweiterung mit dem Namen 'VK_NV_ray_tracing' gelungen - dies sorgt dafür, dass Q2VKPT nur auf den Karten genutzt werden kann, die Nvidia unter der Überschrift RTX im Sommer des letzten Jahres vorgestellt hat.
Q2VKPT: Quake 2 mit RaytracingQ2VKPT... Q2VKPT: Quake 2 mit Raytracing...verleiht Quake 2... Q2VKPT: Quake 2 mit Raytracing...neuen Glanz
Das Ergebnis: Quake 2 zeigt sich mit voll dynamischer globaler Beleuchtung, Raytracing-Schatten und Glanzreflexionen. Die Integration der neuen Technologie sorgt aber auch dafür, dass die eingesetzte Grafikkarte trotz des alten Titels gut ins Schwitzen kommt: "Das Spiel kann tatsächlich fast 60 FPS (2560x1440, RTX2080Ti) erreichen", so das Team in einem Beitrag zu ihrem Projekt. Wie Golem weiter schreibt, kann die Bildrate bei komplexeren "Reflexionen im Wasser" auch auf Werte um die 30 FPS sinken. Hier spielt sicherlich auch eine große Rolle, dass Q2VKPT ein "Freizeitprojekt" darstellt und die Kapazitäten für einen "gründlichen Qualitätstest" deshalb beschränkt waren.

Warum eigentlich?

Wie die Macher beschreiben, bringen neue Grafikkarten mit Raytracing-Funktionen "völlig neue Möglichkeiten für die Zukunft der Spielegrafik" mit sich, allerdings sei es durchaus komplex, diese auch wirklich anzuwenden. "Der Zweck des Projekts ist es, herauszufinden, was für einen klaren Weg in die Raytracing-Zukunft der Spielegrafik noch fehlt."

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Ok das Wasser sah gut aus, aber ansonsten ähnelt es sehr der HD-Version von Q2.
 
@mulatte: Raytracing ersetzt ja auch keine Texturen. Es verbessert diese auch nicht wie Kantenglättung und co., noch macht es Bewegungsabläufe smoother. Es macht eigentlich nur eines, Licht realitätsnah (zumindest näher als bisherige Technologien) wiedergeben. Neu ist Raytracing eigentlich auch nicht, gibt es schon seit etlichen Jahren, nur ist es extrem Leistungshungrig
 
@Motverge: Persönlich finde ich dass Texturen,Polygone und Pixel (oder Glättung) erst mal die Grundlage für ein gutes Bild liefern. Raytracing wird dann interessant wenn es zur Darstellung der Bilder genutzt wird, also quasi umgekehrte Lichtfeldphotographie. Ja die Spiegelungen sind super, aber sie sind nur ein Effekt im Bild.
 
Stunden- oder Studentenprojekt? Oder beides?
 
Eigentlich muß ich da lächeln. Da macht Nvidia ein ziemlichen Aufriß um diese neuen Features
und da kommt AMD um die Ecke und macht ab Frühjahr und DX12 Update alle AMD-Karten KI- und Raytracingfähig. Wenn man den Aussagen glauben kann soll die neue Vega II sogar schneller sein als die RTX 2080. Spannend :D
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