Let's Sing 2023: Zahlreiche Modi machen den Karaoke-Abend bunter

Bei Let's Sing 2023 handelt es sich um die neueste Auflage des Karaoke-Klassikers für die Nintendo Switch, PlayStation und Xbox. Wer durch die aktuellen "DSDS"-Folgen angeregt ist, selbst das Mikrofon in die Hand zu nehmen, kann mithilfe von Let's Sing 2023 in die Rolle eines Superstar-Anwärters schlüpfen. In das Karaoke-Spiel haben es Songs wie "I want to break free" von Queen und "Übermorgen", gesungen von Mark Forster, geschafft. Auch der Disney-Hit "Kein Wort über Bruno" lässt sich unter anderem über die kostenlose Smartphone-App (iOS / Android) oder USB-Mikrofone einsingen.

Let's Sing verfügt über vielseitige Spielmodi. In "Legend" gilt es, Herausforderungen eines Gegners zu meistern. In diesem Modus muss zunächst ein eigener Charakter ausgewählt werden. Anfangs stehen hierfür vier Standard-Avatare zur Verfügung. Alle Modi, so auch "Legend", lassen sich wahlweise mit dem Smartphone oder einem USB-Mikrofon spielen. Zunächst steht nur ein Gegner, genannt Sandy, zur Verfügung. Im Laufe des Spiels lassen sich weitere Gegner freischalten. In "Legend" werden die Songs und Gegner vom Spiel ausgesucht. Aufgaben bedienen sich den typischen Karaoke-Kriterien, wie etwa das Treffen von möglichst vielen Noten. Es ist nicht notwendig, alle drei Ziele einer Aufgabe zu erreichen, um die nächste freizuschalten. Jeder Gegner stellt drei Aufgaben sowie eine sogenannte "Boss-Aufgabe". Mit jedem Schritt wird die Aufgabenstellung etwas schwerer. Wo im ersten Durchgang noch möglichst viele Noten getroffen werden sollten, gilt es daraufhin, möglichst viele "goldene Noten" zu treffen. Da die Songs von der KI ausgesucht werden, hat man keine Kontrolle über die Liedauswahl. Die Aufgaben in "Legend" können folglich durchaus anspruchsvoll sein. Dies ist dem Spielspaß zuträglich.
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Spielt man Let's Sing 2023 allein, tritt man mit den Original-Künstlern an. Im Falle von "You Broke me First" teilt man sich den Song folglich mit Tate McRae. Hat man einen Song ausgewählt und den Duett-Partner festgelegt, beginnt kurz darauf der Song. Die Ladezeiten auf der Switch verzögern das Spiel nicht unnötig. Die einzelnen Passagen sind farblich passend zum jeweiligen Spieler gekennzeichnet. Song-Parts, die gemeinsam gesungen werden sollen, sind zweifarbig markiert. Umso besser das Duett gelingt, umso mehr füllt sich das Smiley-Barometer an der Seite. Der Endstand bezieht sich allerdings auf die gesamte Performance, sodass die erreichte Wertung auch fallen kann. Auch der Duett-Modus ist folglich durchaus anspruchsvoll.

Im Modus Mixtape werden fünf Songs zusammengemischt. Let's Sing bietet einige Mix-Arten an: Der Spieler kann unter anderem zwischen nur männlichen oder weiblichen Parts, nur deutschen Songs oder dem Shuffle-Modus wählen. In diesem Modus kommen alle Song-Arten und -Richtungen vor. Bis zu vier Mitspieler können im Modus "Mixtape" gegeneinander antreten. Anders als bei anderen Spielvarianten starten die Songs hier mittendrin und hören kurze Zeit später bereits wieder auf. Pro Song im Mixtape können 8 Punkte gesammelt werden. Hat man in der vorgegebenen Zeit nicht alle Töne getroffen, reduziert sich die maximale Punktzahl. Am Ende einer Runde wird die Gesamtpunktzahl errechnet. Diese wird, insofern hierfür qualifiziert, fortan als Highscore im Mixtape-Bereich angezeigt. Auch im Bereich "Mixtape" werden über die Punkte neue Features freigeschaltet.

Hör's noch einmal

In der Jukebox können Lieder, die bereits eingesungen wurden, noch mal angehört werden. Über diese Funktion lässt sich Let's Sing auch als Offline-Spotify-Ersatz verwenden. Zwar wird in diesem Modus weiterhin der Text eingeblendet, gesungen werden muss allerdings nichts mehr. Auch die Balken, um die Töne zu treffen, fehlen. In der Praxis wird die Jukebox eher selten verwendet. Da sich auf Spotify allerdings zahlreiche SingStar-Playlists finden, ist die Inklusion der Jukebox nicht ganz abwegig.

Im Spiel-Modus "World Contest" tritt man online gegen einen Gegner an. Zum Start zeigt Let's Sing fünf verschiedene Gegner mit unterschiedlichen Liedern an. Es empfiehlt sich, einen Spieler, der einen passenden Song fürs Duell vorgeschlagen hat, auszuwählen. Während des Songs hört man die eigene Stimme, nicht aber die der gegnerischen Partei. Es hätte durchaus seinen Reiz, wenn man im Anschluss an das Duell einen Song-Remix mit beiden Singstimmen hören könnte. Ist ein Lied beendet, wird die Punktzahl verglichen und ein Sieger bzw. eine Siegerin gekürt. Im Anschluss kann direkt der nächste Gegner für ein Duell ausgesucht werden.

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Im Party-Modus werden Teams gebildet und verschiedene Aufgaben bewältigt. Es ist möglich, einen KI-Gegner für das gegnerische Team auszuwählen. Das kann notwendig sein, wenn man den Modus spielen möchte, aber keine andere Person anwesend ist. Ein Party-Duell gewinnt das Team, welches als Erstes vier Punkte erzielt. Die Aufgaben sind durchaus kreativ: Beim "Speedjam" wird gesungen, bis "Stop" angezeigt wird. Hört man nicht auf den Punkt auf, verliert man Punkte. Auf den Gesangs-Stop kann man sich vorbereiten, sobald Let's Sing 2023 damit beginnt, von drei herunterzuzählen. Erfreulicherweise gelingt es auch dem KI-Gegner nicht immer, punktgenau aufzuhören. Die einzelnen Mini-Games sind leicht verständlich erklärt. Auch wenn es mal nicht für den Sieg reicht, werden Punkte im Party-Modus gesammelt und das Spieler-Level erhöht.

Let's Sing 2023 macht einiges richtig, was Singstar vermissen ließ: dazu gehören die Song-Texte an den Tonbalken. Spielt man direkt im Anschluss an Let's Sing noch einmal das Karaoke-Urgestein, dürften einem der Unterschied schnell auffallen. Auch wenn der Text manchmal etwas klein geraten ist, so erweist sich die räumliche Nähe von Text und Tonbalken als immenser Vorteil. In Let's Sing 2023 verliert man folglich nicht so leicht den Überblick, gerade, wenn ein Song eine breite Range an Tonlagen aufweist. Alle Musiktitel können auf der Spiele-Homepage eingesehen werden. Die Songauswahl, mit Chart-Klassikern wie etwa "Bad Hobbits", wurde auf ein breites Publikum zugeschnitten. Dass auch bei der aktuellen Auflage von Let's Sing im Hintergrund der Musik-Clip läuft, ermöglicht nostalgische Gefühle an SingStar-Zeiten.

Auch wenn die Mikrofone nur optional sind, transportieren diese doch das klassische Karaoke-Feeling. Wer die gut 20 Euro verschmerzen kann, greift folglich zum Bundle mit den kabelgebundenen Mikrofonen. Wahlweise kann man diese auf Amazon auch nachbestellen. Let's Sing 2023 ist für 39,99 Euro im Nintendo eShop verfügbar. Weitere Songs lassen sich via Song-Pack herunterladen. Plattform-übergreifend kosten fünf neue Songs 4,99 Euro. Getreu dem Motto des Let's Sing 2023-Song "Auf das, was da noch kommt" freut man sich, sobald man alle Modi und Songs durchgespielt hat, auf Let's Sing 2024. Wünschenswert wäre allerdings eine Grundversion mit 60 statt 35 Songs, um die Song-Vielfalt noch etwas zu vergrößern.

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