Tamron 16-50 mm F2.8 A im Test: Bildstabilisierung wird vermisst

Das Tamron 16-50 mm F2.8 A kombiniert einen vielseitigen Brennweitenbereich mit durchgehender Lichtstärke von f/2,8 und geringem Gewicht. Das APS-C-Zoom richtet sich an Fotografierende und Filmschaffende, die eine kompakte Ausrüstung bevorzugen. Unsere Kollegen von ValueTech TV haben die Optik getestet.

Die Bildqualität ist nach ihrer Einschätzung insgesamt gut, allerdings zeigen sich Schwächen bei der Randschärfe und chromatischen Aberrationen. Zudem fehlt eine optische Bildstabilisierung, was insbesondere an Kameras ohne stabilisierten Sensor problematisch sein kann.

Die Sony-E-Version wiegt lediglich 305 Gramm, die Variante für Nikon Z bringt 315 Gramm auf die Waage. Das Objektiv ist auch für Canon RF-S und Fujifilm X erhältlich. Das Gehäuse verfügt über Abdichtungen gegen Witterungseinflüsse. Zur Ausstattung gehören eine Streulichtblende und ein USB-C-Anschluss für Tamrons Lens Utility. Die Bedienung beschränkt sich auf einen Zoom- und einen Fokusring. Zusätzliche Tasten oder einen Schalter für den Wechsel zwischen Autofokus und manueller Fokussierung gibt es nicht. Das Filtergewinde misst 55 Millimeter.
Tamron 16-50 mm F2.8 A Tamron 16-50 mm F2.8 A Tamron 16-50 mm F2.8 A
Bei der Bildqualität überzeugt das Zoom vor allem im Zentrum. Bei 28 und 50 Millimetern ist die Schärfe bereits bei Offenblende sehr gut. Die Bildränder bleiben dagegen weich und profitieren vom Abblenden. Für gute Ergebnisse in den Ecken empfiehlt sich je nach Brennweite eine Blendenöffnung von f/4 bis f/5,6. Bei 50 Millimetern fallen zudem deutliche Farbsäume an kontrastreichen Kanten auf, die sich auch mit Softwarekorrekturen nicht vollständig beseitigen lassen.

Hübsche Blendensterne

Die Naheinstellgrenze liegt abhängig von der Brennweite zwischen 15 und 29 Zentimetern. Das ermöglicht Detailaufnahmen, ersetzt mit einem Abbildungsmaßstab von ungefähr 1:4,5 bis 1:4,8 aber kein Makroobjektiv. Positiv fallen die ausgeprägten Blendensterne auf, die bereits bei f/8 bis f/11 entstehen.

Der Autofokus arbeitet schnell und eignet sich auch für Videoaufnahmen. Das Focus Breathing, also die Veränderung des Bildausschnitts beim Fokussieren, bleibt gering. Beim Filmen aus der Hand ist die fehlende optische Stabilisierung jedoch ein Nachteil. Kameras mit internem Bildstabilisator gleichen diesen Verzicht aus, während bei nicht stabilisierten Gehäusen ein Stativ oder eine andere Stabilisierungslösung sinnvoll sein kann.

Die unverbindliche Preisangabe liegt bei 469 Euro für Sony E und Fujifilm X sowie 499 Euro für Canon RF-S und Nikon Z. Dafür erhalten Käufer ein leichtes, lichtstarkes Standardzoom mit schnellem Autofokus und insgesamt guter Bildqualität. Wer vor allem ein kompaktes Allroundobjektiv sucht und eine stabilisierte Kamera nutzt, findet eine interessante Option. Hohe Ansprüche an die Randschärfe und möglichst farbfehlerfreie Aufnahmen erfüllt das Tamron dagegen nur eingeschränkt.

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