Sigma 135mm F1.4 DG Art: Völlig überzeugend und preiswert

Das Sigma 135mm F1.4 DG Art kann im Test unserer Kollegen von ValueTech TV als lichtstarke Festbrennweite für Sony E- und L-Mount überzeugen. Mit 13 Blendenlamellen, solider Verarbeitung und durchdachten Bedienelementen richtet sich das rund 1,4 Kilogramm schwere Objektiv klar an Portrait- und Kreativfotografen. Der Blendenring lässt sich mit oder ohne Rasterung nutzen, zwei Funktionstasten sind frei belegbar, und die Stativschelle ist Arca-Swiss-kompatibel, rastet jedoch nicht ein.

Optisch liefert das Sigma-Objektiv Spitzenwerte: Schon bei Offenblende erreicht es im Zentrum nahezu perfekte Schärfe und Kontrast, auch in den Ecken sind die Ergebnisse optimal. Chromatische Aberrationen sind kaum sichtbar, die Vignettierung bleibt moderat. Besonders hervorzuheben ist das Bokeh: Die 13 Lamellen erzeugen runde, gleichmäßige Unschärfekreise, wenngleich bei sehr nahen Vordergrundobjekten ein spezieller Effekt auftreten kann, der wie ein feines Gitter wirkt.
Sigma 135mm F1.4 DG Art Sigma 135mm F1.4 DG Art Sigma 135mm F1.4 DG Art
Der Autofokus arbeitet mit zwei Linearmotoren schnell und präzise, leichte Einschränkungen gibt es bei sehr nahen Fokusdistanzen, wo Focus Breathing auftritt. Für Videoeinsätze zeigt sich das Objektiv dennoch solide, zumal die kamerainterne Stabilisierung effektiv arbeitet - eine eigene optische Stabilisierung fehlt dem System allerdings.

Kein Allrounder

Im Praxiseinsatz ist das Sigma klar ein Spezialwerkzeug, weniger ein Allround-Objektiv. Gewicht und Größe erfordern eine bewusste Nutzung, etwa im Studio oder für Portraitserien. Preislich wird es zwischen 1500 und etwas über 2000 Euro liegen und bietet damit in diesem Segment ein ziemlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Sigma 135mm F1.4 DG Art überzeugt also mit überragender Schärfe, attraktivem Bokeh und hochwertiger Verarbeitung. Einschränkungen betreffen vor allem Gewicht, fehlende Stabilisierung und die nicht einrastende Stativschelle. Für ambitionierte Portrait- und Kreativfotografen bleibt es eine klare Empfehlung.

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