Internet of Shit wörtlich: Jetzt werden auch noch Windeln "smart"

Eltern kennen das Problem: Der Nachwuchs brüllt sich die Seele aus dem Leib. Doch was hat das Kleine? Ist es hungrig, gelangweilt oder ist die Windel voll? Zumindest letzteres verrät nun auf Wunsch das Smartphone, zumindest dann, wenn man den Sensor des taiwanesischen Herstellers Opro besitzt.

Als Internet of Shit bezeichnen Kritiker den seit nun mittlerweile einigen Jahren vorherrschenden Trend, jeden, mit Verlaub, Scheiß mit dem Internet verbinden zu müssen. Das ist an den Begriff Internet of Things (IoT) angelehnt und die Gegner sind der Ansicht, dass man solche Geräte dann auch unnötigen Risiken aussetzt, weil diese oftmals unzureichend abgesichert sind.
Opro9 SmartDiaper Opro9 SmartDiaper Opro9 SmartDiaper

Im Trockendock ausprobiert

Wie dem auch sei: Die Opro9 SmartDiaper, die wir auf der Computex 2019 ausprobieren durften (natürlich nur im "Trockendock") treibt das durchaus auf die Spitze bzw. kann man hier den Begriff "Internet of Shit" wörtlich nehmen. Denn die smarte Windel ist eigentlich nur ein Feuchtigkeitssensor, der an der Windel des Babys befestigt wird.

Dieser Sensor wird dann mit einer Smartphone-App gekoppelt und darüber kann man jederzeit sehen, ob die Windel voll ist oder nicht. Das kann man auch sofort erkennen, denn ein lachender Smiley zeigt, dass noch alles in bester Ordnung ist. Der Sensor zeigt dabei auch die Temperatur und die Feuchtigkeit (in Prozent) an, die gerade in der Windel herrschen. Man kann sich auch benachrichtigen lassen, wenn das gute Stück voll ist, hier gibt es die Möglichkeit zu Vibration und Sound.

Das Opro9 SmartDiaper-System kostet circa 49 Euro und ist aktuell nur über Großbritannien zu haben. Und auch wenn sich das Produkt für Witzchen anbietet: In der Pflege älterer Menschen ist das sicherlich eine praktische Sache. Auch im Winter kennen Eltern bestimmt den Fall, dass das dick eingepackte Kind quengelt, man aber nicht weiß, ob das wirklich an der vollen Windel liegt.
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