Honor MagicPad 2: Günstiges OLED-Tablet mit einer großen Schwäche

Das Honor MagicPad 2 ist inzwischen in Europa erhältlich und macht bei einem Preis von rund 600 Euro einiges richtig: Es bietet ein helles OLED-Display, eine gute Performance und eine lange Akkulaufzeit. Allerdings gibt es auch eine ärgerliche Schwäche - findet unser Kollege Andrzej Tokarski, der das Honor MagicPad 2 ausführlich getestet hat.

Heller OLED-Screen mit hoher Auflösung

Durchweg überzeugen kann zunächst der Bildschirm. Bei diesem handelt es sich um ein OLED mit 12.3-Zoll-Diagonale und einer hohen Auflösung von 3000 x 1120 Pixeln. Texte und Bilder sind dadurch sehr scharf. Die Bildwiederholrate beträgt 144 Hertz und dank einer maximalen Helligkeit von 1600 Nits ist der Bildschirm selbst bei direktem Sonnenlicht noch gut ablesbar. Der Eingabestift reagiert schnell und präzise, hatte zu Beginn des Tests allerdings kurze Aussetzer. Diese konnten später aber nicht mehr reproduziert werden.

Solide Ausstattung

Herzstück des MagicPad 2 ist der Snapdragon 8S Gen 3, dem je nach gewähltem Modell zwischen 8 GB und 16 GB RAM zur Seite stehen. In Benchmarks platziert sich das Tablet knapp hinter der Galaxy Tab S9-Serie von Samsung. Apps laufen flüssig und auch Spielen ist problemlos möglich. Getestet wurden unter anderem Fortnite, Asphalt Legends Unite und Zenless Zone Zero.

Mit einem Gewicht von 555 Gramm ist das MagicPad 2 angesichts seiner Größe angenehm leicht. Allerdings besteht das Gehäuse größtenteils aus Kunststoff, wodurch das Tablet nicht ganz so hochwertig wie teurere Modelle erscheint. Die weitere Ausstattung ist ordentlich: Die Lautsprecher haben einen guten Klang, und die 13-Megapixel-Hauptkamera macht solide Aufnahmen. Im Test überzeugte das Tablet zudem mit einer langen Akkulaufzeit von bis zu 13 Stunden.

Kein Update-Versprechen

Im Auslieferungszustand läuft auf dem MagicPad 2 Android 14 mit Magic OS in Version 8.0.1. Schade ist allerdings, dass Honor bisher keine Angaben zu künftigen Updates gemacht hat. Mit mehr als einem großen Android-Update und maximal drei Jahren Sicherheitsupdates sollten Käufer daher besser nicht rechnen. Zum Vergleich: Samsung verspricht, seine aktuellen Tablets sieben Jahre lang mit Updates zu versorgen. Mehr von Andrzej: Test auf TabletBlog.de TabletBlog auf YouTube