Geekom Megamini G1: So baut man eine zweite SSD in den Mini-PC

Der Geekom Megamini G1 mit Intel Core i9 ist ab Werk mit einer 2-TB-SSD ausgestattet. Da der Gaming-PC jedoch für Spiele, die oft speicherhungrig sind, ausgelegt ist, füllt sich dieser vorhandene Platz schnell. Dem kann leicht entgegengewirkt werden: Auf dem Mainboard ist ein weiterer SSD-Steckplatz vorhanden. Dieser Slot ist nicht so leistungsstark wie der erste, sodass die volle Performance einer leistungsstarken SSD eventuell nicht voll ausgenutzt werden kann. Außerdem ist der zweite Slot des Megamini G1 kein Full-Size-SSD-Steckplatz, weshalb eine kürzere SSD, wie die Corsair MP600 Micro, benötigt wird.
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Um das Speicher-Upgrade durchzuführen, wird der PC zunächst ausgeschaltet. Anschließend werden das Netzteil, das HDMI-Kabel sowie eventuell angeschlossene Maus- und Tastatur-Adapter entfernt. Zum Öffnen der Unterseite wird der G1 umgelegt oder auf den Kopf gestellt. Unter den vier Gummifüßen befindet sich jeweils eine Schraube. Die festgeklebten Füße lassen sich mit etwas Geduld entfernen. Damit sie nicht verloren gehen, sollten sie an einem gemeinsamen Ort gesammelt werden. Auch die vier Schrauben, die nun herausgedreht werden müssen, sollten sicher aufbewahrt werden. Nach dem Entfernen der Schrauben kann die Unterseite einfach abgehoben werden. Darunter befindet sich eine metallene Abdeckung mit einem integrierten Kühlblock für die beiden SSDs, die ebenfalls entfernt werden muss.

Im Steckplatz für die SSD ist bereits eine Schraube zur Befestigung enthalten. Diese wird mit einem Schraubenzieher entfernt. Weder dem Megamini G1 noch der SSD liegt Werkzeug bei, sodass man hierfür auf die eigene Werkzeugkiste zurückgreifen muss. Anschließend kann die neue SSD eingesetzt werden. Eine längere SSD würde zwar physisch in den Slot passen, könnte jedoch nicht verschraubt werden, da sich hinten im Gerät die BIOS-Batterie befindet. Eine lose SSD ist keine gute Idee, weswegen unser Kollege Timm Mohn zur passenden Größe rät. Die MP600 Micro hingegen lässt sich sicher befestigen. Nachdem die SSD montiert ist, wird der Megamini G1 wieder verschlossen. Sorgen wegen überhöhter Temperaturen muss man sich nicht machen, da der Kühlblock auch die MP600 Micro abdeckt.

Unter Windows muss die neue SSD zunächst initialisiert werden. Hierfür wird die GUID-Partitionstabelle (GPT) gewählt. Die SSD ist zu diesem Zeitpunkt nicht partitioniert. Um eine Partition zu erstellen, klickt man mit der rechten Maustaste auf die SSD und wählt die Option zur Erstellung eines neuen Laufwerks aus. Im Zuge dessen kann das Dateisystem festgelegt und ein Laufwerksname vergeben werden. Für eine neue SSD reicht eine schnelle Formatierung aus, sodass nach rund 18 Sekunden die SSD einsatzbereit ist.

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Durch das SSD-Upgrade verfügt der Geekom Megamini G1 nun über insgesamt 4 TB Speicherplatz. Die MP600 Micro erreicht normalerweise eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 7.000 MB/s. Im Megamini G1 fällt die Leistung jedoch geringer aus: Die Lesegeschwindigkeit liegt bei 3.503,94 MB/s, die Schreibgeschwindigkeit ist mit 3.378,43 MB/s sogar noch geringer. Die zweite SSD eignet sich somit vor allem als Datengrab. Die Corsair MP600 Micro ist aktuell für 186,47 Euro auf Amazon verfügbar. Der Megamini G1 hingegen wird erst in den kommenden Monaten wieder bei Geekom verfügbar sein. Aktuell werden die Unterstützer der Kickstarter-Kampagne mit Geräten versorgt.

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