GOAT O600 RTK: Ecovacs' Mähroboter für Preisbewusste im Test

Mit dem GOAT O600 RTK bringt Ecovacs einen vergleichsweise günstigen Mähroboter für kleine bis mittelgroße Gärten auf den Markt. Ausgelegt für Flächen bis 600 Quadratmeter, setzt das Modell auf RTK-Navigation statt eines klassischen Begrenzungskabels. Damit richtet es sich vor allem an Nutzer, die den Installationsaufwand im Garten reduzieren möchten. Unser Kollege Johannes Knapp von NewGadgets hat das System getestet.

Im Alltag kombiniert der Roboter eine unkomplizierte Inbetriebnahme mit automatischer Kartierung, App-Steuerung und kamerabasierter Hinderniserkennung. Das Gehäuse ist funktional gestaltet, mit einstellbarer Schnitthöhe zwischen 30 und 80 Millimetern, Regensensor, Display und Not-Stopp-Taste. An der Front sitzen Kamera und LED-Licht, die auch bei schlechteren Lichtverhältnissen Objekte erkennen sollen. Die Verarbeitung wirkt solide, die Räder bieten ausreichend Grip, auch für leicht unebenes Gelände und Steigungen bis zu 45 Prozent.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Gerät selbst eine Ladestation, Montagematerial, Ersatzklingen und die RTK-Antenne. Letztere ist zentral für die Navigation und muss mit freier Sicht zum Himmel platziert werden. Hier zeigt sich der wichtigste Unterschied zu kabelgebundenen Systemen: Der Installationsaufwand verlagert sich von der Drahtverlegung hin zur optimalen Antennenposition.
Ecovacs GOAT O600 RTK Ecovacs GOAT O600 RTK Ecovacs GOAT O600 RTK
Die Einrichtung erfolgt per App und gilt als schnell, sofern die Satellitenverbindung stabil ist. In offenen Gärten gelingt das problemlos, während dichte Bebauung oder viele Bäume die Präzision beeinträchtigen können. Nach erfolgreicher Einrichtung kartiert der Roboter die Fläche selbstständig oder wird per App gesteuert. Zonen, Sperrbereiche und Zeitpläne lassen sich flexibel definieren.

Im Betrieb arbeitet der GOAT O600 RTK systematisch in Bahnen, was effizienter wirkt als zufällige Fahrmuster. Gleichzeitig bleibt er angenehm leise. Nach dem Mähen kehrt er automatisch zur Station zurück, während sich Fortschritt und Position jederzeit in der App verfolgen lassen.

Hindernisse werden gut erkannt

Die Hinderniserkennung gehört zu den Stärken des Modells. Im Praxiseinsatz erkennt der Roboter typische Objekte wie Spielzeug, Tiere oder Möbel zuverlässig und umfährt sie. Die Kamera kann zudem über die App genutzt werden, etwa für Kontrollaufnahmen, abgesichert durch einen PIN.

Insgesamt bietet der Mähroboter ein modernes Gesamtpaket mit klaren Vorteilen: kein Begrenzungskabel, flexible Kartierung, leiser Betrieb und gute Objekterkennung. Einschränkungen ergeben sich vor allem durch die Abhängigkeit von stabiler WLAN- und Satellitenverbindung. Die tatsächliche Praxistauglichkeit hängt damit stärker von den örtlichen Gegebenheiten ab als bei einfacheren Systemen.

Geeignet ist das Modell vor allem für Haushalte mit bis zu 600 Quadratmetern Rasenfläche, die eine kabellose Lösung bevorzugen und bereit sind, die Steuerung vollständig über die App zu organisieren. In offenen Gärten mit guter Satellitenabdeckung spielt der GOAT O600 RTK seine Stärken am besten aus, während schwierige Empfangsbedingungen die Nutzung einschränken können.

Mehr von NewGadgets: NewGadgets.de NewGadgets auf YouTube