Ausprobiert: Bremst ein Ryzen 5 2600(X) die RX 9060 XT?

In einem aktuellen Test von Zenchillis Hardware Reviews wurde die Kombination aus AMD Ryzen 5 2600/2600X, der im Jahr 2018 auf den Markt kam, und der neuen XFX Swift RX 9060 XT OC Gaming Edition untersucht. Ziel war es, die Leistung in fünf Spielen zu analysieren, Engpässe zu erklären und praxisnahe Empfehlungen für Nutzer ähnlicher Systeme zu geben.

Der Ryzen 5 2600 bietet sechs Kerne, zwölf Threads und bis zu 4,2 GHz (X-Modell) und gilt als preiswerte, lange bewährte CPU. Die RX 9060 XT zielt auf Full-HD- und QHD-Gaming mit Raytracing-Unterstützung und modernen PCIe-Standards ab, nutzt im Test jedoch nur PCIe 3.0.

Getestet wurden Call of Duty: Modern Warfare 3, Rainbow Six Siege, Assassin's Creed Shadows, Cyberpunk 2077 und Forza Horizon 5. CPU-Bottlenecks traten auf, wenn die CPU die Frame-Verarbeitung nicht schnell genug erledigt, während die GPU unterfordert bleibt. Bei stark CPU-abhängigen Titeln wie Call of Duty und Rainbow Six Siege dominierte die CPU das Limit, sodass die RX 9060 XT nicht ausgelastet wurde. Open-World- und GPU-intensive Spiele wie Assassin's Creed Shadows, Cyberpunk 2077 und Forza Horizon 5 profitierten dagegen von der RX 9060 XT, insbesondere bei 1440p oder mit FSR, und lieferten deutlich höhere FPS.
Ryzen 5 2600(X) und RX 9060 XT Ryzen 5 2600(X) und RX 9060 XTGames im Test Ryzen 5 2600(X) und RX 9060 XT
Insgesamt ist die Kombination der beiden Chips für moderne Full-HD-Spiele oft suboptimal. CPU-intensives Gaming führt zu niedrigen FPS und Stottern, während GPU-lastige Titel und höhere Auflösungen die Leistung verbessern. Vorteile liegen in hohen Bildraten in QHD und der Möglichkeit, ältere Systeme kostengünstig aufzurüsten. Nachteile sind das CPU-Limit in vielen Full-HD-Szenarien und die eingeschränkte PCIe-3.0-Plattform.

CPU-Upgrade oft sinnvoller

Empfohlene Maßnahmen: Entweder die Auflösung/Grafikeinstellungen erhöhen, ein AM4-CPU-Upgrade (z. B. auf den Ryzen 5 5600) oder ein Plattformwechsel auf AM5 mit neuer CPU und DDR5-RAM, um PCIe-Engpässe zu beseitigen. Wirtschaftlich sinnvoll ist primär das Plattform-Upgrade; ein reines GPU-Upgrade bringt bei alten AM4-Systemen oft nur begrenzte Vorteile.

Die Kombination eignet sich allerdings für GPU-lastige Spiele in QHD oder mit FSR, ist aber ungeeignet für konstante Full-HD-FPS in CPU-intensiven Titeln. Für Besitzer älterer GPUs kann zunächst ein CPU-Upgrade die beste Kosten-Nutzen-Lösung sein.

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