Amazon Fire HD 8 (Plus) im Test: Einsteiger-Tablets mit Problemen

Amazon hat Neuauflagen seiner beliebten Tablets Amazon Fire HD 8 und HD 8 Plus veröffentlicht. Im Vergleich zu den Vorgängern hat sich vor allem die Prozessorleistung verbessert, dennoch sind beide Geräte mit etwa 115 Euro beziehungsweise 135 Euro weiterhin vergleichsweise günstig. Warum trotzdem nur das Plus-Modell eine Empfehlung wert ist, zeigt unser Kollege Andrzej Tokarski, der die zwei Tablets getestet hat.
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Schnellerer Prozessor, aber zu wenig RAM beim Standardmodell

Amazon hat beiden Tablets in diesem Jahr einen Hexa-Core-Prozessor spendiert, wohingegen das letzte Modell noch mit einem Vierkerner ausgestattet war. Der Mediatek MT8169A taktet mit bis zu 2,0 GHz. Ein Test mit Geekbench 5 bestätigt, dass die neuen Tablets deutlich schneller als ihre Vorgänger arbeiten. Amazon selbst spricht von einem Leistungszuwachs von rund 30 Prozent. Einen Leistungsunterschied zwischen dem gewöhnlichen und dem Plus-Modell gibt es bei der reinen CPU-Leistung nicht.

Ganz anders sieht dies leider beim Arbeitsspeicher aus: Nur beim Fire HD 8 Plus verbaut Amazon 3 GB RAM. Das Amazon Fire HD 8 muss hingegen mit lediglich 2 GB RAM auskommen - und das ist in der Praxis zu wenig. Im Test stürzten Apps und vor allem Spiele häufiger ab. Auf dem Fire HD 8 Plus liefen hingegen Titel wie PUBG Mobile oder Asphalt Legends problemlos, wenn auch natürlich nur mit niedrigen Grafikeinstellungen. Einfaches Multitasking funktionierte auf beiden Geräten weitestgehend problemlos.

Displays und Kameras mit Schwächen

Bedauerlicherweise hat Amazon das Display beim Fire HD 8 und Fire HD 8 Plus nicht verbessert: Dieses löst weiterhin mit 1280 x 800 Pixeln auf, angesichts des Preises ist dies zwar in Ordnung, andere Tablets bieten hier aber deutlich mehr. Schade ist auch, dass das Display nicht laminiert ist.

Nicht ganz überzeugen können zudem die Kameras: Zwar löst die Hauptkamera beim Amazon Fire HD 8 Plus nun mit 5 Megapixeln auf (Fire HD 8: 2 Megapixel), wirklich viel ist dies aber natürlich nicht und so ist die Kamera nur für schnelle Schnappschüsse zu gebrauchen. Ordentlich sind hingegen die beiden Lautsprecher und auch die Akkulaufzeit (im Test knapp 10 Stunden) bietet nur wenig Anlass für Kritik.

Fire OS mit Alexa, aber ohne Google Apps

Beim Betriebssystem setzt Amazon weiterhin auf Fire OS, welches auf Android 11 basiert, jedoch stark angepasst wurde - beispielsweise ist der Sprachassistent Alexa fest integriert. Der Google Play Store fehlt zwar, lässt sich aber recht einfach nachinstallieren. Mehr von Andrzej: Test auf TabletBlog.de TabletBlog auf YouTube