Darwin auf Reisen: Apple veröffentlicht Quellcode des iOS-Unterbaus
Der Computerkonzern Apple veröffentlicht regelmäßig die Quellcodes des Kernels, der in seinem Betriebssystem MacOS zum Einsatz kommt. In der neuesten Release-Runde gewährt das Unternehmen interessierten Nutzern nun aber auch einen Blick in den tiefen Kern des Mobile-Betriebssystems iOS.
Der Kern aller aktuellen Apple-Plattformen ist das Unix-Betriebssystem Darwin, das auf eines der vielen BSD-Derivate zurückgeht. Aufgrund der zugrundeliegenden Open Source-Lizenzen veröffentlicht Apple zu jedem neuen Major Upgrade auch jeweils die Sourcen Darwins. Das galt zumindest stets für die Fassung für x86-basierte Hardware-Plattformen.
Erstmals stellt Apple nun aber auch den Quellcode offen zur Verfügung, der für die ARM-Prozessoren der Mobilgeräte des Unternehmens optimiert ist. Das bietet insbesondere interessierten Entwicklern, die Anwendungen für iOS schreiben, eine hervorragende Möglichkeit, tiefer in die Optimierung ihrer Quellcodes für die Apple-Plattform einzutauchen.
Nicht möglich ist es hingegen, auf Grundlage der Sourcen ein nach den eigenen Wünschen modifiziertes iOS für iPhones oder andere ARM-basierte Systeme zu kompilieren. Denn auf dem iPhone würde man ohnehin die korrekten Apple-Zertifikate benötigen, um an den integrierten Security-Layern vorbeizukommen. Und auf GitHub liegt eben auch kein komplettes iOS, das man dann einfach auf einem Android-Smartphone installieren könnte, sondern nur der untere Darwin-Teil des Betriebssystems - zu dem beispielsweise nichts gehört, was mit der grafischen Benutzeroberfläche zu tun hat.
Und nur falls beim Blick auf das Github-Portal jemand stutzig wird: Die ARM-Quellcodes Darwins stehen auch in Varianten zur Verfügung, die eher für Notebooks gedacht sind. Das muss aber nicht bedeuten, dass Apple tatsächlich demnächst Rechner auf den Markt bringen wird, in denen die eigenen A11-Prozessoren verbaut wären. Das Unternehmen ist immerhin bekannt dafür, immer auch parallele Entwicklungsstränge für seine Plattform zu pflegen - für den Fall des Falles. Das war schon so, als Apple damals ziemlich schnell eine Version von MacOS für Intel-Chips aus dem Hut zaubern konnte.
Erstmals stellt Apple nun aber auch den Quellcode offen zur Verfügung, der für die ARM-Prozessoren der Mobilgeräte des Unternehmens optimiert ist. Das bietet insbesondere interessierten Entwicklern, die Anwendungen für iOS schreiben, eine hervorragende Möglichkeit, tiefer in die Optimierung ihrer Quellcodes für die Apple-Plattform einzutauchen.
Nicht möglich ist es hingegen, auf Grundlage der Sourcen ein nach den eigenen Wünschen modifiziertes iOS für iPhones oder andere ARM-basierte Systeme zu kompilieren. Denn auf dem iPhone würde man ohnehin die korrekten Apple-Zertifikate benötigen, um an den integrierten Security-Layern vorbeizukommen. Und auf GitHub liegt eben auch kein komplettes iOS, das man dann einfach auf einem Android-Smartphone installieren könnte, sondern nur der untere Darwin-Teil des Betriebssystems - zu dem beispielsweise nichts gehört, was mit der grafischen Benutzeroberfläche zu tun hat.
Und nur falls beim Blick auf das Github-Portal jemand stutzig wird: Die ARM-Quellcodes Darwins stehen auch in Varianten zur Verfügung, die eher für Notebooks gedacht sind. Das muss aber nicht bedeuten, dass Apple tatsächlich demnächst Rechner auf den Markt bringen wird, in denen die eigenen A11-Prozessoren verbaut wären. Das Unternehmen ist immerhin bekannt dafür, immer auch parallele Entwicklungsstränge für seine Plattform zu pflegen - für den Fall des Falles. Das war schon so, als Apple damals ziemlich schnell eine Version von MacOS für Intel-Chips aus dem Hut zaubern konnte.
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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