Windows Phone 7: Ballmer neigt zu leisen Tönen
Ballmer führte aus, dass sich der Markt, die Software und die Hardware seit der Veröffentlichung der letzten Windows Mobile-Version deutlich weiterentwickelt haben. Darauf reagierte Microsoft nicht und verlor so zwangsläufig Marktanteile.
Offenbar ist man sich bei dem Konzern sehr bewusst, wie weit man gegenüber Konkurrenten wie Apple und Google ins Hintertreffen geriet. So erlebt man in dem Interview nicht den aufbrausenden und angriffslustigen Ballmer - stattdessen sind seine Aussagen eher von Nüchternheit und einem ungewohnt vorsichtigen Optimismus geprägt.
"Wir werden sehen", antwortete er auf die Frage, ob es denn schwer wird, die an Apple und Google verlorenen Marktanteile zurückzugewinnen. Die Hoffnung liegt vor allem darin, dass der Smartphone-Markt an sich noch relativ jung ist und viel Potenzial nach oben hat.
"Es steht außer Frage, die Dinge haben sich sehr schnell verändert", sagte Ballmer. Die hohe Dynamik sei dem Segment bis heute erhalten geblieben. Dadurch liege es durchaus im Bereich des Denkbaren, dass man auch schnell wieder Marktanteile hinzugewinnen kann. "Wir wissen, dass es möglich ist, wir werden sehen, was letztlich passiert", fuhr der Microsoft-Chef fort.
Dies sind deutlich leisere Töne, als sie noch vor wenigen Jahren zu hören waren. Als Apple damals sein iPhone ankündigte, prognostizierte Ballmer, dass dieses keine Chance auf dem Mobilfunkmarkt haben wird: "Ich bevorzuge es, dass unsere Software in 60 oder 70 oder 80 Prozent (der verkauften Telefone) läuft, als in den 2 oder 3 Prozent die Apple erreichen wird."
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