Nie gesehener Picasso: Neuronales Netz legt Blick unter die Farbe frei
Picasso hatte in seiner Karriere immer wieder Bilder übermalt. Bisher hatte man sich diesen verborgenen Kunstwerken mit Röntgenstrahlen und Infrarotfotografie genähert, aber nur schemenhafte Ergebnisse erhalten. Mit einem neuronalen Netz gelingt jetzt die Rekonstruktion.
Mit Handarbeit und neuronalem Netz gelingt die Rekonstruktion
Untersuchungen mit Stereoskopie und Radiografie hatten im Fall des Bildes "Der alte Gitarrenspieler" aufgezeigt, dass sich unter der oberen Farbschicht das Gemäldes einer Frau zeigt. Ähnliche Untersuchungen hatten beim Bild der Bettlerin eine Berglandschaft zum Vorschein gebracht. Bisher waren diese Werke aber nur schemenhaft zu erkennen. Für Kunsthistoriker brachten diese Bilder aber trotzdem wichtige Erkenntnisse in den Schaffensprozess des Künstlers.
Auch 'Die kauernde Bettlerin' verbirgt ein altes Werk
Für die Rekonstruktion musste das Forscherteam zunächst manuell die freigelegten Bilder von verbleibenden Anteilen des eigentlichen Bildes befreien. "Dieser Prozess beinhaltete die Entfernung von Merkmalen, die sehr wahrscheinlich nicht im inneren zweiten Stück zu sehen sind", so das Forscherteam. "Beispielsweise ist das Auge des alten Gitarristen höchstwahrscheinlich kein Teil der Schulter der Frau im zweiten Gemälde."
Die Rekunstruktion der übermalten Frau
Vorarbeiter mit Stereoskopie und Handarbeit
Unter der Überschrift "Jäger der verlorenen Kunst" haben Wissenschaftler des University College London ein interessantes Wissenschaftsprojekt vorgestellt. Wie das Forschungsteam beschreibt, hat man eine Methode entwickelt, die es möglich macht "verlorene Kunstwerke zu rekonstruieren". Für ihre Arbeit hatte sich das Forscherteam den beiden Picasso-Gemälden "Der alte Gitarrenspieler" und der c angenommen, von denen schon länger bekannt ist, dass diese von dem Künstler über frühere Werke gemalt worden waren.
Mit Handarbeit und neuronalem Netz gelingt die Rekonstruktion
Untersuchungen mit Stereoskopie und Radiografie hatten im Fall des Bildes "Der alte Gitarrenspieler" aufgezeigt, dass sich unter der oberen Farbschicht das Gemäldes einer Frau zeigt. Ähnliche Untersuchungen hatten beim Bild der Bettlerin eine Berglandschaft zum Vorschein gebracht. Bisher waren diese Werke aber nur schemenhaft zu erkennen. Für Kunsthistoriker brachten diese Bilder aber trotzdem wichtige Erkenntnisse in den Schaffensprozess des Künstlers.
Auch 'Die kauernde Bettlerin' verbirgt ein altes Werk
Für die Rekonstruktion musste das Forscherteam zunächst manuell die freigelegten Bilder von verbleibenden Anteilen des eigentlichen Bildes befreien. "Dieser Prozess beinhaltete die Entfernung von Merkmalen, die sehr wahrscheinlich nicht im inneren zweiten Stück zu sehen sind", so das Forscherteam. "Beispielsweise ist das Auge des alten Gitarristen höchstwahrscheinlich kein Teil der Schulter der Frau im zweiten Gemälde."
Jetzt kommt das neuronale Netz
Doch wie kann der Stil Picassos auf diese farblosen Rekonstruktionen übertragen werden? Die Forscher beantworten diese Frage mit einer Technik, bei der der Stil eines Künstlers anhand bestehender Werke analysiert und dann mithilfe eines neuronalen Netzwerks auf andere übertragen werden kann. Für die Rekonstruktion von "Der alte Gitarrenspieler" wurde so das Bild "La Vie" gewählt. Das Ergebnis: Ein Gemälde, das unverkennbar an Picassos Stil dieser Zeit - der berühmten Blauen Periode - erinnert.
Die Rekunstruktion der übermalten Frau
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