Account-Sicherheit: Die Hälfte der Deutschen nutzt 2FA

Vor kurzem gab Twitter bekannt, Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) per SMS nur noch Abonnenten von Twitter Blue zugänglich zu machen. Nutzer, die bislang diese Variante der zusätzlichen Account-Sicherung genutzt haben, hätten bis zum 20. März Zeit, diese zu deaktivieren oder auf eine andere Option wie App-basiertes 2FA zu wechseln. Die Absicherung von Zugängen zu Diensten wie Social-Media-Plattformen oder Online-Banking durch Codegenerierung per SMS oder App oder das Scannen des Fingerabdrucks wurde in Deutschland schon 2021 umfassend genutzt, wie die Grafik zeigt.

Laut einer im Auftrag von Web.de durchgeführten Befragung des Marktforschungsinstituts Bilendi nutzten zu dieser Zeit schon 49 Prozent der Umfrageteilnehmer abseits von Online-Banking 2FA, 18 Prozent der Teilnehmenden sicherten zwei oder mehr Zugänge mit diesem zusätzlichen Schutz ab. Gründe für die Nichtnutzung waren unter anderem die zu komplizierte Einrichtung oder zu große Bequemlichkeit seitens der Befragten. Zehn Prozent gaben zusätzlich an, dass keiner der von ihnen genutzten Dienste 2FA als Option anbietet.

Seit September 2019 ist der Einsatz von 2FA im Online-Banking EU-weit Pflicht. Plattformen aus anderen Wirtschaftsbereichen müssen keine zusätzliche Methode zur Sicherung von Accounts anbieten. Allein die offiziellen Authenticator-Apps von Google und Microsoft wurden zwischen Januar 2020 und Oktober 2022 zusammen mehr als 230 Millionen Mal heruntergeladen.

Eine weitere Methode zur zusätzlichen Absicherung von Accounts sind biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Gesichtsscans. Laut Schätzungen von Marketandmarkets.com betrug der globale Umsatz mit biometrischen Systemen 2022 etwa 43 Milliarden US-Dollar, Multi-Faktor-Authentifizierungs-Lösungen generierten im selben Jahr weltweit geschätzte 13 Milliarden US-Dollar.
Florian Zandt / Statista
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