Die Girocard kann bald mehr:
Diese neuen Funktionen kommen 2027
Die Girocard bekommt ab 2027 Funktionen, die bislang der Kreditkarte vorbehalten waren: Zahlungen in Händler-Apps, Payback Pay, Hotel- und Mietwagenbuchungen sowie eine erweiterte Alterskontrolle. Wir erklären, was kommt und wo es hakt.
In-App-Zahlungen, Payback Pay, Hotel- und Mietwagenbuchungen sowie eine ausgeweitete Altersprüfung stehen auf der Liste. Vieles klingt vertraut, weil es Ähnliches bereits gibt. Dieser Ratgeber ordnet ein, was neu ist - und für wen es sich lohnt.
Inhaltsverzeichnis:
Die In-App-Zahlungen sollen nach Angaben von Christopher Kirsch, Director Product Management der Girocard, ab dem Frühjahr 2027 starten, die Reservierungsfunktion bereits Anfang 2027. Konkrete Termine für die übrigen Funktionen stehen bisher nicht fest.
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An Funktion und Konto ändert die Bezeichnung nichts: Der Betrag wird direkt vom Girokonto abgebucht.
Die Euro Kartensysteme GmbH (EKS) verhandelt nach eigenen Angaben mit großen Lebensmittelhändlern, Lieferdiensten und Mobilitätsanbietern. Welche Namen dahinterstehen, ist offen. Die Einrichtung soll ohne manuelle Eingabe der Kartennummer über den Online-Banking-Zugang und das gewohnte TAN-Verfahren laufen.
In-App-Zahlungen mit der Girocard sollen ausgeweitet werden
Bei diesen entfällt die Freigabe dann für jede einzelne Zahlung. Praktisch für den Wocheneinkauf - man sollte allerdings genau überlegen, welchem Händler man diesen Freifahrtschein erteilt.
Sparkassen und Volksbanken haben die technischen Voraussetzungen nach Angaben von Kirsch bereits geschaffen. Ein Unterschied bleibt: Die reservierte Summe belastet dennoch das Guthaben auf dem Girokonto, einen Kreditrahmen wie bei der Kreditkarte gibt es nicht.
Bis dato werden für Hotels und Mietwagen 'echte' Kreditkarten bevorzugt
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Künftig soll das Verfahren auch beim Kauf von Alkohol an SB-Kassen und Verkaufsautomaten greifen. Ein konkreter Starttermin dafür ist noch nicht bekannt. Die EKS spricht nach eigenen Angaben mit dem Handel.
Für Buchungen im übrigen EU-Ausland oder weltweite Zahlungen reicht sie aber weiterhin nicht, weil die Anbieter dort das deutsche System schlicht nicht akzeptieren. Wer viel reist, wird um Visa, Mastercard, American Express oder eine internationale Debitkarte kaum herumkommen.
Girocard oder Visa-Karte oder einfach beides kombiniert?
Eine neue Karte muss man in der Regel nicht extra beantragen. Sollte doch ein Austausch nötig sein, verschicken die Banken die Karten üblicherweise automatisch.
Fazit: Die Girocard holt 2027 in Bereichen auf, die lange Kreditkarten und internationalen Bezahldiensten vorbehalten waren. Für Menschen ohne Kreditkarte ist vor allem die Vorautorisierung ein Zugewinn. Ein großer Wurf ist das Update aber nicht - Debitkarten von Visa und Mastercard können vieles davon längst, und ob die Girocard über Deutschland hinaus anschlussfähig wird, bleibt offen. Entscheidend dürfte sein, welche Händler am Ende mitziehen.
Und ihr? Zückt ihr im Alltag lieber die Girocard, eine Debit- oder doch die klassische Kreditkarte? Schreibt uns eure Erfahrungen und Argumente in die Kommentare.
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Kreditkarte adé? Girocard rüstet auf
Rund 100 Millionen Mal steckt sie in deutschen Portemonnaies - trotzdem fehlten der Girocard bisher Funktionen, die Kreditkarten von Visa, Mastercard und American Express längst bieten. Ab 2027 soll sich das ändern. Die Euro Kartensysteme GmbH (EKS) hat mehrere Neuerungen angekündigt.In-App-Zahlungen, Payback Pay, Hotel- und Mietwagenbuchungen sowie eine ausgeweitete Altersprüfung stehen auf der Liste. Vieles klingt vertraut, weil es Ähnliches bereits gibt. Dieser Ratgeber ordnet ein, was neu ist - und für wen es sich lohnt.
Inhaltsverzeichnis:
- Was ändert sich 2027 bei der Girocard?
- Warum heißt die Girocard noch "EC-Karte"?
- Was bringen die In-App-Zahlungen?
- Was ist das "Händler-Whitelisting"?
- Lassen sich damit Hotels und Mietwagen buchen?
- Was ändert sich bei der Alterskontrolle?
- Ersetzt die Girocard die Kreditkarte?
- Wird die Girocard teurer? Brauche ich eine neue Karte?
- Worauf sollten Nutzer achten?
Was ändert sich 2027 bei der Girocard?
Die Euro Kartensysteme GmbH, die das System im Auftrag der Deutschen Kreditwirtschaft betreibt, hat vier Neuerungen angekündigt: Zahlungen in Händler-Apps, die Anbindung an Payback Pay, Buchungen von Hotels und Mietwagen sowie eine erweiterte digitale Altersprüfung.Die In-App-Zahlungen sollen nach Angaben von Christopher Kirsch, Director Product Management der Girocard, ab dem Frühjahr 2027 starten, die Reservierungsfunktion bereits Anfang 2027. Konkrete Termine für die übrigen Funktionen stehen bisher nicht fest.
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Warum heißt die Girocard noch "EC-Karte"?
Streng genommen gibt es keine "EC-Karte" mehr. Das Kürzel EC stand zunächst für "Eurocheque", später für "Electronic Cash". Seit 2007 bündelt die Deutsche Kreditwirtschaft ihr Debit- und Geldautomatensystem unter der Marke Girocard - der alte Name hat sich im Alltag aber hartnäckig gehalten.An Funktion und Konto ändert die Bezeichnung nichts: Der Betrag wird direkt vom Girokonto abgebucht.
Was bringen die In-App-Zahlungen?
Bislang hinterlegen Kunden in Shopping- oder Lieferdienst-Apps meist PayPal, eine Kreditkarte oder ein Lastschriftmandat. Künftig soll sich stattdessen die Girocard als Zahlungsmittel speichern lassen - etwa bei Payback Pay, das derzeit auf Lastschrift und Kreditkarte setzt.Die Euro Kartensysteme GmbH (EKS) verhandelt nach eigenen Angaben mit großen Lebensmittelhändlern, Lieferdiensten und Mobilitätsanbietern. Welche Namen dahinterstehen, ist offen. Die Einrichtung soll ohne manuelle Eingabe der Kartennummer über den Online-Banking-Zugang und das gewohnte TAN-Verfahren laufen.
In-App-Zahlungen mit der Girocard sollen ausgeweitet werden
Was ist das "Händler-Whitelisting"?
Normalerweise muss jede App-Zahlung per starker Kundenauthentifizierung freigegeben werden - ein Sicherheitsmechanismus, der bei jeder Transaktion eine zusätzliche Bestätigung verlangt. Mit dem Händler-Whitelisting sollen Kunden häufig genutzte Anbieter als vertrauenswürdig markieren können.Bei diesen entfällt die Freigabe dann für jede einzelne Zahlung. Praktisch für den Wocheneinkauf - man sollte allerdings genau überlegen, welchem Händler man diesen Freifahrtschein erteilt.
Lassen sich damit Hotels und Mietwagen buchen?
Für Hotelreservierungen oder Mietwagen wird bislang fast immer eine Kreditkarte (z.B. Visa oder Mastercard) verlangt. Grund ist die sogenannte Vorautorisierung: Dabei reserviert der Anbieter einen Betrag als Kaution, ohne ihn sofort abzubuchen. Genau das soll die Girocard ab Anfang 2027 ebenfalls können.Sparkassen und Volksbanken haben die technischen Voraussetzungen nach Angaben von Kirsch bereits geschaffen. Ein Unterschied bleibt: Die reservierte Summe belastet dennoch das Guthaben auf dem Girokonto, einen Kreditrahmen wie bei der Kreditkarte gibt es nicht.
Bis dato werden für Hotels und Mietwagen 'echte' Kreditkarten bevorzugt
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Konto, Girocard und Mastercard
Was ändert sich bei der Alterskontrolle?
Die digitale Altersprüfung ist keine neue Idee. Seit einem Pilotprojekt im Juni 2023 lässt sich an zunächst 180 Zigarettenautomaten in Süd- und Westdeutschland mit der digitalen Girocard auf Smartphone oder Smartwatch automatisch die Volljährigkeit nachweisen.Künftig soll das Verfahren auch beim Kauf von Alkohol an SB-Kassen und Verkaufsautomaten greifen. Ein konkreter Starttermin dafür ist noch nicht bekannt. Die EKS spricht nach eigenen Angaben mit dem Handel.
Ersetzt die Girocard die Kreditkarte?
Jein. Innerhalb Deutschlands und in einigen Grenzregionen könnte die Girocard die Kreditkarte künftig in vielen Alltagssituationen ersetzen - zumindest, wenn sie reines Zahlungsmittel sein soll.Für Buchungen im übrigen EU-Ausland oder weltweite Zahlungen reicht sie aber weiterhin nicht, weil die Anbieter dort das deutsche System schlicht nicht akzeptieren. Wer viel reist, wird um Visa, Mastercard, American Express oder eine internationale Debitkarte kaum herumkommen.
Girocard oder Visa-Karte oder einfach beides kombiniert?
Wird die Girocard teurer, brauche ich eine neue Karte?
Nach Angaben von Kirsch soll die Girocard weder für Banken noch für Händler wesentlich teurer werden. Der Kostenvorteil gegenüber Kreditkartenlösungen soll erhalten bleiben. Auch die Plastikkarte bleibt vorerst - eine rein digitale Nutzung wäre zwar möglich, ist aber nicht vorgesehen.Eine neue Karte muss man in der Regel nicht extra beantragen. Sollte doch ein Austausch nötig sein, verschicken die Banken die Karten üblicherweise automatisch.
Worauf sollten Nutzer achten?
Ein Detail sollte man im Blick behalten: Eine ausgelöste Girocard-Zahlung lässt sich - anders als eine Lastschrift - nicht einfach zurückbuchen. Für Händler ist das ein Vorteil, für Kunden ein Stück weniger Spielraum. Hinzu kommt, dass viele Funktionen noch von Verhandlungen abhängen: Welche Apps und Anbieter tatsächlich mitmachen, ist bislang offen. Vieles davon beherrschen Konkurrenzprodukte wie Visa oder Mastercard zudem schon heute.Fazit: Die Girocard holt 2027 in Bereichen auf, die lange Kreditkarten und internationalen Bezahldiensten vorbehalten waren. Für Menschen ohne Kreditkarte ist vor allem die Vorautorisierung ein Zugewinn. Ein großer Wurf ist das Update aber nicht - Debitkarten von Visa und Mastercard können vieles davon längst, und ob die Girocard über Deutschland hinaus anschlussfähig wird, bleibt offen. Entscheidend dürfte sein, welche Händler am Ende mitziehen.
Und ihr? Zückt ihr im Alltag lieber die Girocard, eine Debit- oder doch die klassische Kreditkarte? Schreibt uns eure Erfahrungen und Argumente in die Kommentare.
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Zusammenfassung
- Ab dem Jahr 2027 erhält die deutsche Girocard wichtige neue Funktionen
- Zahlungen direkt in Händler-Apps sollen ab dem Frühjahr 2027 starten
- Reservierungen für Hotels und Mietwagen werden Anfang 2027 möglich
- Ein sogenanntes Händler-Whitelisting vereinfacht Freigaben beim Einkauf
- Die bewährte digitale Altersprüfung wird auf SB-Kassen ausgeweitet
- Für weltweite Auslandsreisen bleibt eine Kreditkarte jedoch weiter nötig
Thema:
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