Odys: Auf so viel können sich Nutzer billiger Notebooks demnächst freuen

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Wer die Augen offenhält, bekommt auf der Elektronikmesse IFA auch das eine oder andere Gerät zu Gesicht, das noch nichtmal in der Nähe einer offiziellen Ankündigung ist. Eines davon kommt von Odys und heißt Elite Win 360 - oder auch anders, das wird sich noch zeigen. Sichtbar ist allerdings schon, dass es sich um ein durchaus interessantes Produkt handeln könnte, wenn man die Anschaffung eines möglichst billigen Convertibles plant, um beispielsweise vor allem Mitschriften in Uni-Vorlesungen anzufertigen.

Für leistungshungrige Aufgaben ist das Gerät keineswegs gemacht. Denn es ist nur mit Atom-Prozessoren und auch sonst einer eher bescheidenen Technik ausgestattet. Immerhin handelt es sich hier um ein Notebook, das letztlich wohl maximal 250 Euro kosten wird - zumindest nach unserer vorsichtigen Schätzung. Darüber dürften sich die Kosten angesichts von Modell und Hersteller kaum bewegen.

Odys Vario Pro 12Odys Vario Pro 12Odys Vario Pro 12Odys Vario Pro 12Odys Vario Pro 12Odys Vario Pro 12

Und während man in dem Segment bisher doch meist etwas klapprige kleine Plaste-Rechner bekam, macht das Odys Elite Win 360 dann doch einen wesentlich besseren Eindruck. Bis auf die untere Abdeckplatte ist das Gehäuse beispielsweise aus Metall gefertigt, wodurch letztlich vor allem das Display etwas besser vor Beschädigungen geschützt ist.

Das verbaute Panel bringt für die Preisklasse - zumindest wenn man sich auf den Eindruck des Vorseriengerätes verlässt - eine recht ordentliche Qualität mit sich. Und wer das Notebook vor allem zum Tippen einsetzen will, kann sich auf eine ziemlich ordentliche Tastatur und ein großes Trackpad verlassen. Wahlweise kann man hier natürlich auch auf den Touchscreen und einen mitgelieferten Stylus zurückgreifen.

Hinsichtlich der Anschlüsse muss man natürlich auf die modernsten Spielereien verzichten. Es gibt zwei USB-Ports, einer davon in 3.0-Ausführung, einen MicroSD-Cardreader sowie einen Mini-HDMI-Port. Die Stromversorgung erfolgt über einen eigenen Eingang. Das ganze Gerät erweist sich als recht leicht, so dass man es quasi immer dabeihaben kann. Wann und zu welchem genauen Preis es auf den Markt kommen wird, ist aktuell noch ungeklärt.
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Prima. Das Gerät kostet dann wohl kaum mehr als ein originaler LiIonen-Akku vom Gerätehersteller für mein Tablet-Convertible. ;-)

Für den Preis könnte man sich dann auch gleich zwei Geräte kaufen und, wenn der Akku des ersten leer ist, mit dem zweiten Gerät weiter Vorlesungen und Übungen mitschreiben. Nach wechselbarem Akku sieht mir das nämlich nicht aus und mein Notebook hat in meinem Studium mit An- und Abreise an einem Hochschultag nicht selten um die 16 Stunden im Akkubetrieb ackern müssen. Erst dann konnten die Akkus zu Hause über Nacht wieder aufgeladen werden.

Informationen zur Akku-Laufzeit und zum verwendeten Stift-Digitizer (sieht mir nicht nach einem Wacom Pendisplay aus, also dann vermutlich mit Batterien im Stift) wären ganz nett gewesen.

Das Teil kommt für mich gücklicherweise etwa 15 Jahre zu spät. Hätte es am Anfang meines Studiums nämlich schon derartige Geräte zu einem solchen Preis mit Stift-Digitizer gegeben, hätte ich möglicherweise frei Hand auf dem Monitor die Vorlesungen mitgekrakelt statt sie auf der Notebooktastatur mit LaTeX mitzuschreiben und meine Scripte hätten dann sicher nicht so professionell ausgesehen, dass sie in meiner ehemaligen Hochschule im Grundstudium heute immer noch von den Professoren eingesetzt werden. Die wären heute wohlmöglich gar nicht mehr lesbar, da Microsoft ja vor kurzem das Windows Journal aus Windows entfernt hat und damit das *.jnt-Format auf aktuellen Windows-Versionen nun nicht mehr lesbar wäre.

Bei der Diplomarbeit hätte ich mich dann ohne LaTeX-Kenntnisse sicher auch schwer getan. Manchmal ist es auch von Vorteil bestimmte technische Möglichkeiten nicht rechtzeitig zur Verfügung gehabt zu haben. ;-)

P.S. Ich habe übrigens bis auf Klausuren in meinem naturwissenschaftlichen Studium alles in digitaler Form mitgeschrieben. Nur bei Klausuren hatte ich gelegentlich mal einen Stift mit in der Hochschule, weil da Notebooks zumindest im Grundstudium nur selten zugelassen waren.

Was mich wirklich wundert ist, wie viele Studenten heute im Vorlesungssaal noch auf Papier mitschreiben obwohl sie Notebook oder Tablet danebenliegen haben. Ich hatte bereits Anfang 2005 mein erstes Tablet-Convertible und dachte eigentlich, mehr als 10 Jahre später würden selbst die Handschriftfanatiker zumindest auf einem Tablet mit dem Stylus mitschreiben. Von wegen. Die schmieren immer noch auf Papier herum und ärgern sich, wie meine mit Papier arbeitenden Studienkollegen damals, wenn der Prof noch mal eben an der Tafel bzw. heute am Beamer ein paar Zeilen zur Erklärung mittig ins Script quetscht, weil sie das auf Papier nicht mal eben nachmachen können. Die haben heute alle Möglichkeiten, die ich gerne damals schon gehabt hätte, nutzen sie aber nicht. Und das in einem technischen Fachbereich. Bedenklich.
 
@resilience: Vielen Dank gnädiger Herr für Ihre Lebensgeschichte vom hohen Ross auf dem Sie sitzen. Ihr eigen Lob und selbst Darstellung ist wirklich hervorragend.

*würg*
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