Lenovo fährt mit dem Yoga 910 das nächste Spitzengerät auf

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Lenovo ist auf der IFA mit mehreren neuen Spitzengeräten präsent. Eines davon ist das Yoga 910, das als neues Flaggschiff das Convertible-Portfolio des Unternehmens anführen soll. Wie schon das Yoga Book zeigt der Hersteller hier ein Produkt, dass sich mit seinem Design klar von zahlreichen Konkurrenten abhebt.

Der Anwender sitzt hier vor einem Gerät, dessen unterer Teil die Technik in einem Unibody-Gehäuse einschließt. Darüber sitzt ein vollständig umklappbares, randloses 13,9-Zoll-Display. Lenovo verbaut hier je nach Variation ein FullHD- oder 4K-IPS-Panel mit Touch-Oberfläche.

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Im Inneren des Gerätes sorgt ein Core i7-Prozessor von Intel, der auf der neuen Kaby Lake-Architektur basiert, für Leistung. Unterstützt wird dieser von einer Intel HD 620-GPU. Die Chips können dabei auf bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher operieren. Als Festspeicher kommt natürlich SSD-Technik zum Einsatz und der Kunde kann hier je nach Bedarf und Kaufkraft bis zu ein Terabyte Kapazität bekommen.

Strom per USB Type-C schlau gelöst

Bei den Schnittstellen fällt auf den ersten Blick auf, dass Lenovo zwei USB-Ports des neuen Typ-C-Formats verbaut. Das Unternehmen reagiert hier offensichtlich auf die Kritiken bei anderen Produkten, dass Nutzer ungern immer entscheiden wollen, ob sie ihr Gerät gerade mit Strom versorgen oder ein externes Gerät anschließen wollen. Lenovo stellt hier nun also einen Type-C-Anschluss bereit, der vor allem der Stromversorgung dient und daher datentechnisch auch nur mit USB 2.0 arbeitet. Beim zweiten Port handelt es sich um einen USB 3.0-Port. Ein solcher ist außerdem noch zusätzlich mit dem klassischen Type-A-Format verbaut.

Zur Ausstattung des Yoga 910 gehören weiterhin ein Kartenleser, eine Webcam mit 720p-Auflösung, Mikrofon, Dolby-Lautsprecher von JBL und ein Fingerprint-Reader für Windows Hello. Wer sich für ein 1080p-Display entscheidet, kann mit bis zu 15,5 Stunden Akkulaufzeit rechnen. Beim 4K-Modell muss man sich hingegen mit etwas mehr als 10 Stunden zufrieden geben. Das Notebook wiegt 1,38 Kilogramm und ist in den Farben Platinum Silver, Gunmetal und Champagne Gold zu haben. Erhältlich wird es ab 1.499 Euro sein.
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USB-C mit USB 2.0 als Ladebuchse und USB-A als USB 3.0??? Wer hat sich denn das ausgedacht?
da wären mir zwei echte USB 3.1 lieber, n normaler Stromanschluss... USB-A wird man solange nicht mehr brauchen (hoff ich)
 
@baeri: Lies noch mal. Es sind zwei USB-C-Anschlüsse an Bord, (1x USB2+Strom, 1x USB 3). Plus der USB-A-Anschluss, auch mit USB 3. Das ist in der Tat eine schlaue Lösung.
 
@cgd: hab ich sowohl gelesen alsauch gesehen...
aber wozu brauch ich einen Ferrari, wenn ein Motor von einem Corsa verbaut ist (USB-C mit 2.0)?

Ich frag mich wann endlich der erste Hersteller auf die Idee kommt, Ladegeräte zu entwickeln welche wie eine Dockingstation funktionieren...
=> dann geht mir z.B. der USB-Anschluss nicht nur nicht verloren sondern, wenn ich Stationär arbeit, kann ich Monitor Tastatur und Co am Ladegerät anstecken... und wenn ich unterwegs bin habe ich einen zusätzlichen USB-Anschluss (aber nicht hier unterschiedlich mit einmal LOW und einmal gut... weil der normale User macht sich keine Gedanken wo er seine Maus und wo den USB-Stick ansteckt)!!!
 
@baeri: USB-C mit USB 2.0, USB-C mit USB 3.0 und USB-A mit USB 3.0. Es sind als ingesamt 3 Anschlüsse. Wobei ich den zweiten Typ C Anschluss mit USB 3.1 auch besser gefunden hätte.
 
Interessantes Gerät, und laut Fotos ist auch ein Digitizer verbaut, erst dadurch wird für mich interessant. Mal schauen, wie es sich im Vergleich mit dem neuen Surface Book schlägt :)
Optional LTE wäre gut.
 
Schickes Gerät, das in vielen Punkten besser als der Vorgänger zu sein scheint. Schade, dass es kein 16:10- oder 3:2-Display, keinen Thunderbolt 3-Port und kein integriertes LTE-Modul hat, aber irgendetwas muss man sich ja für das Yoga 920 aufheben. Einziger wirklicher Wermutstropfen ist das Tastaturlayout. Mein Yoga 900S hat das gleiche Tastaturlayout und gerade die Platzierung der Pfeiltasten ist recht unglücklich.
 
Als ich die Überschrift las, dachte ich schon, dass die Ära des begeisterten Flaggschiff-Geschwafels endlich vorüber wäre und man sich nun wieder etwas sinnvolleren Begrifflichkeiten abseits des maritimen Raumes zuwendet, wurde aber leider schon im zweiten Satz des Artikels eines Besseren belehrt. Schade eigentlich. :-(

4K-Auflösung auf einem 13,9-Zoll-Display ist einfach nur krank wenn man Software benutzt, die ihre Bedienelemente nicht hochskalieren kann. Und dazu gehört scheinbar selbst Photoshop, was dann wenig lustig zu bedienen ist.

Auch FullHD-Auflösung halte ich auf einem 13,9-Zoll-Display noch für sehr gewagt. Auch da wird es schon schwierig die doch recht winzig werdenden und schnell durchlaufenden Bootmeldungen der meisten Betriebssysteme noch zu lesen. Machen die Leute mit solchen Geräten eigentlich nichts anderes mehr als Filme gucken, oder wieso baut man da so sinnlos hohe Auflösungen ein, dass man beim Betriebssystem schon darauf achten muss, ob es Icons und Schriften korrekt hochskalieren kann? Noch dazu verbraucht ein höher auflösendes Panel und dessen Ansteuerung erheblich mehr Strom als ein niedriger auflösendes. Es ist also mit Blick auf die Akku-Laufzeit wohl nicht so klug in ein Mobilgerät mit mal wieder fest eingebautem Akku so ein sinnlos hoch auflösendes Display zu verbauen.

Interessant wäre es auch zu wissen, ob man als Nutzer Hauptspeicher und Festplatte selbst tauschen kann ohne die Garantie zu verlieren, wie das bei den professionellen Notebook-Linien von Lenovo immer der Fall war.

Nur einen einzigen USB-Typ-A-Anschluss zu verbauen halte ich dann doch irgendwie für unzureichend. Was tut man da in dem Falle, dass man alle Daten von einem 128GB-USB-Stick auf eine externe USB-Festplatte umkopieren muss? Die ganzen Daten erst einmal auf die interne Platte schaufeln und dann den USB-Stick gegen die externe Festplatte tauschen und sie ein weiteres Mal umkopieren? Das dauert so ja ewig und drei Tage!

Schon mein fast 10 Jahre altes Tablet-Convertible hat 3 USB-Typ-A-Ports und einen Firewire-Port, an dem man laut Specs bis zu 63 Geräte anschließen können soll, was ich mangels so vieler Firewire-Geräte/Festplatten nie getestet habe. Aber um die 10 Firewire-Geräte (Videocamera, Captureboxen, Festplatten etc.) funktionierten daran schon problemlos.

Wenn ich die Dockingstation mitnehme, die man auch im Mobilbetrieb unter meinem Gerät belassen kann und die neben dem optischen Laufwerk, welches auch gegen eine zweite Festplatte ausgetauscht werden kann, auch noch diverse Zusatzschnittstellen bietet (USB, Parallelport, Serialport, Audio, LAN-Port, VGA-Port etc.), habe ich insgesamt sogar 7 USB-Typ-A-Schnittstellen an dem auch dann immer noch recht handlichen Gerät.
Dagegen ist das Yoga hier dann doch etwas sehr beschränkt was die USB-Anschlüsse angeht. Gibt es dafür eine Dockingstation, die das Problem abmindert?

>>Wer sich für ein 1080p-Display entscheidet, kann mit bis zu 15,5 Stunden Akkulaufzeit rechnen.<<

Aus denen dann in realen Szenarien -- beispielsweise Browser, Office-Anwendung und MP3-Player auf, mittlere Bildschirmhelligkeit, WLAN an -- tatsächlich wie viele Stunden werden? Kommt man damit noch über einen Arbeitstag mit Transatlantikflug und 2-3 Stunden Aufenthaltszeit am Flughafen plus Anreisezeit zum Flughafen oder darf man dann irgendwann im Flieger ein paar Stunden dumm herumsitzen und Däumchendrehen, weil man keine Steckdose hat und der Akku nicht gegen einen zweiten, frisch geladenen austauschbar ist?

Der Yoghurt ist aber immerhin in edlem Schwarz zu haben und sollte daher in der Sonne entschieden weniger Licht reflektieren als das silberne MacBook Pro einer Freundin, bei der ich kürzlich am Strand kurzerhand die Sonnenbrille wieder aufsetzen musste, da es wirklich unschön blendete. Gute Entscheidung von Lenovo, die Farbe wählbar zu machen, auch wenn schwarze Oberflächen in der Sonne dazu neigen etwas heiß zu werden und das der Kühlung des Gerätes möglicherweise nicht ganz so zuträglich ist.

Die Stifttechnologie soll übrigens von Wacom kommen und ist mit einem Stift der keine Batterien braucht der Lösung bei den Microsoft Surface Geräten definitiv überlegen.

Mal ganz davon abgesehen ist die fest am Gerät hängende Tastatur eine ganze Klasse besser als Microsofts Tastaturcover, da das Lenovo-Gerät so auch auf einer kleineren und unebeneren Fläche, wie etwa auf den Oberschenkeln bei Flug- und Bahnreisen, noch problemlos stehenbleiben wird. Mit Surface und dem Tastaturcover davor ist das nicht wirklich der Fall. Luftlöcher im Flugzeug sind damit eine Katastrophe. Da hatte ein Arbeitskollege mal nur noch das instinktiv gegriffene Tastaturcover in der Hand und das Surface lag auf dem Boden. Mit meinem Tablet-Convertible hatte ich da kein Problem. Einfach beim Tippen die Tastatur kurz auf die Beine gedrückt und das Gerät konnte mir nicht mehr entwischen. Danach einfach die fehlerhaft eingegebenen Zeichen aus dem Dokument gelöscht und weiter ging es. ;-) Das würde mit dem Yoga auch funktionieren.

Aber ich nutze mein altes Tablet auch am Strand und da habe ich bei dem Yoga 910 mit der Tastatur und dem Trackpad ungeschützt nach unten auf einer möglicherweise etwas sandigen Unterlage dann doch so meine Bedenken. Mein aktuelles Tablet-Convertible hat ein drehbares und somit von oben mit der Rückseite auf die Tastatur klappbares Display und steht so immer auf den durch Sand nicht zu zerkratzenden Gummifüssen auf seiner Unterseite. Beim Yoga sehe ich mich da schon fluchen, wenn mein Töchterlein das auf einem leicht sandigen Tisch mal zur Seite schiebt, weil sie etwas anderes danebenlegen möchte.

Das TouchPad ist dann auch kein wirklicher Ersatz für den Trackpoint meines jetzigen Tablet-Convertibles und noch dazu mal wieder so breit geraten, dass man beim Tippen bestimmt wieder Fehlbedienungen damit produziert und ich es daher abschalten muss, wie schon beim Macbook Pro. Sehr lästig. Lenovo verbaut doch immer noch in einigen ThinkPads Trackpoints. Was spricht dagegen, das Fingerrubbel-Trackpad (Die Oberfläche meiner Finger ist zum Haften und nicht zum Gleiten gemacht. Ein Touchpad ist daher eine Ergonomiesünde.) rauszuwerfen und einen Trackpoint einzubauen? Zu teuer bei einem 1500EUR-Gerät?

P.S. Ich habe mir gerade noch einmal das Tastatur-Layout genauer angesehen. OMFG! Haben die in der Entwicklungsabteilung von Lenovo keine 10-Finger-Schreiber, oder was ist da passiert? PgUp/Pfeiltaste anstelle von rechter Shift-Taste funktioniert ja überhaupt gar nicht. Wie weit soll ich denn den kleinen Finger da abspreizen um das viel häufiger benötigte Shift zu erreichen? Das ist dann wohl doch kein Gerät für mich.
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