Stromnetze an der Grenze:
Microsoft baut temporäres Kraftwerk
Der Software-Konzern Microsoft muss jetzt auch dazu übergehen, eigene Kraftwerke zu bauen. Denn der schnell steigende Bedarf an Datenzentren-Kapazität lässt sich teilweise nicht mehr länger aus dem öffentlichen Versorgernetz decken. Das ist aktuell zumindest in Irland der Fall.
Microsoft betreibt dort aktuell bereits vier Datenzentren in der Gegend um die Hauptstadt Dublin. Und um der schnell wachsenden Nachfrage nach Cloud-Dienten entsprechen zu können, hat man sich bereits die Genehmigungen für den Bau von vier weiteren entsprechenden Einrichtungen eingeholt. Und auch andere große Internet-Unternehmen sind bereits mit ihren Anlagen in der Region präsent.
Der Stromnetzbetreiber EirGrid arbeitet zwar auf Hochtouren daran, die Infrastruktur rund um Dublin zu verbessern, musste allerdings erklären, dass das geplante große Upgrade nicht vor der vorgesehenen Fertigstellung der nächsten Datenzentren verfügbar sein wird. Daher sei es zwingend notwendig, zumindest temporär die Aufgabe der Energieversorgung vor Ort durch die jeweiligen Betreiber sicherstellen zu lassen, berichtet die irische Tageszeitung The Independent.
Es wird sich also zeigen müssen, ob das kleine Microsoft-Kraftwerk ausreichen wird, um die Entwicklungsplanungen am Standort umsetzen zu können. Im Rahmen des "West Dublin Project" will EirGrid dann zwar letztlich ausreichend Strom für alle weiteren geplanten Datenzentren bereitstellen können - vor 2019 werden die nötigen Arbeiten aber nicht abgeschlossen sein. Es ist also möglich, dass die Inbetriebnahme zusätzlicher Server-Hallen etwas verschoben werden muss.
Der Stromnetzbetreiber EirGrid arbeitet zwar auf Hochtouren daran, die Infrastruktur rund um Dublin zu verbessern, musste allerdings erklären, dass das geplante große Upgrade nicht vor der vorgesehenen Fertigstellung der nächsten Datenzentren verfügbar sein wird. Daher sei es zwingend notwendig, zumindest temporär die Aufgabe der Energieversorgung vor Ort durch die jeweiligen Betreiber sicherstellen zu lassen, berichtet die irische Tageszeitung The Independent.
Engpass bis 2019
Microsoft hat nun entsprechend reagiert und angekündigt, 16 gasbetriebene Generatoren im Westen Dublins zu installieren. Diese sollen zusammen rund 18 Megawatt Strom liefern, mit denen die lokalen Datenzentren der Redmonder unterstützend versorgt werden können. Allerdings stellt dies lediglich eine Entlastung des Energienetzes dar. Denn mit dem Strom könnte man zwar zehntausende Haushalte versorgen - aber eben nur eines der großen Datenzentren.Es wird sich also zeigen müssen, ob das kleine Microsoft-Kraftwerk ausreichen wird, um die Entwicklungsplanungen am Standort umsetzen zu können. Im Rahmen des "West Dublin Project" will EirGrid dann zwar letztlich ausreichend Strom für alle weiteren geplanten Datenzentren bereitstellen können - vor 2019 werden die nötigen Arbeiten aber nicht abgeschlossen sein. Es ist also möglich, dass die Inbetriebnahme zusätzlicher Server-Hallen etwas verschoben werden muss.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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