Elysium: Deutsches Portal für Kindesmissbrauch ausgehoben
Binnen nur eines halben Jahres ist im so genannten Darknet eine neue Plattform extrem gewachsen, auf der kinderpornographische Inhalte ausgetauscht wurden. Dann wurden die Behörden auf das Angebot aufmerksam und konnten es nach einigen Wochen Ermittlungsarbeit stilllegen.
Die Plattform namens "Elysium" sei seit Ende 2016 online gewesen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) heute mit. Auf der als Forum gestalteten Seite seien trotz der kurzen Zeit bereits rund 87.000 User registriert gewesen. Es wurden dabei nicht nur kinderpornographische Inhalte ausgetauscht, sondern auch Verabredungen zum sexuellen Missbrauch von Kindern getroffen.
Kenntnis von der Plattform hatten die Behörden schon länger, es dauerte aber einige Zeit, die Identität des Betreibers festzustellen. Immerhin war die Seite nur über das sogenannte Darknet zugänglich - also über das Anonymisierungsnetzwerk Tor, das Hinweise zum Server-Standort und zum Anschluss der Nutzer verschleiert. Letztlich fanden die Ermittler aber Spuren, die zu einem 39-Jährigen aus dem Landkreis Limburg-Weilburg führten. Dieser soll als Administrator die technische Infrastruktur bereitgestellt haben.
Weiterhin fanden sich Hinweise, die es möglich machten, weitere Verantwortliche und Mitglieder der Plattform in Deutschland und im Ausland zu identifizieren. Darunter nicht nur solche, die entsprechende Materialien verbreiteten, sondern auch einige Hersteller. Weitere Festnahmen gab es bereits in Deutschland und Österreich. Bei den Ermittlungen wirkte das BKA mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main zusammen.
Kenntnis von der Plattform hatten die Behörden schon länger, es dauerte aber einige Zeit, die Identität des Betreibers festzustellen. Immerhin war die Seite nur über das sogenannte Darknet zugänglich - also über das Anonymisierungsnetzwerk Tor, das Hinweise zum Server-Standort und zum Anschluss der Nutzer verschleiert. Letztlich fanden die Ermittler aber Spuren, die zu einem 39-Jährigen aus dem Landkreis Limburg-Weilburg führten. Dieser soll als Administrator die technische Infrastruktur bereitgestellt haben.
Weitere Verdächtige festgesetzt
Bereits Mitte Juni nahmen Beamte den Mann fest, seitdem sitzt dieser in Untersuchungshaft. Ihm wird die bandenmäßige Verbreitung von kinderpornographischen Schriften vorgeworfen. Im Zuge einer Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler weitergehende Informationen. Letztlich konnten sie den Standort des Servers ausmachen.Weiterhin fanden sich Hinweise, die es möglich machten, weitere Verantwortliche und Mitglieder der Plattform in Deutschland und im Ausland zu identifizieren. Darunter nicht nur solche, die entsprechende Materialien verbreiteten, sondern auch einige Hersteller. Weitere Festnahmen gab es bereits in Deutschland und Österreich. Bei den Ermittlungen wirkte das BKA mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main zusammen.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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