NSA-Leak: Informantin wohl übers Drucker-Wasserzeichen enttarnt
Für Schlagzeilen sorgt aktuell ein als geheim eingestufter NSA-Bericht, in dem es um russische IT-Angriffe während des letzten Präsidentschafts-Wahlkampfes in den USA geht. Die mutmaßliche Whistleblowerin wurde inzwischen wohl festgenommen, weil Journalisten ein folgenschwerer Fehler unterlief.
So wie sich die Sache derzeit darstellt, wurden die fraglichen Dokumente anonym an das Magazin The Intercept geschickt. Dessen Redaktion wollte mit den Informationen natürlich verantwortungsvoll umgehen und fragte bei dem US-Geheimdienst nach, ob es einen triftigen Grund geben könnte, bestimmte Stellen in dem Bericht zu schwärzen. Das kann durchaus sinnvoll sein, um beispielsweise laufende Operationen und Informanten nicht zu gefährden.
Allerdings machten die Redakteure dabei wohl den Fehler, führ ihre Nachfragen Scans der Dokumente an die NSA zu schicken, die ihnen zugestellt worden waren. Etwas später wurde dann eine 25-Jährige festgenommen, die bei einem privatwirtschaftlichen Dienstleister des Geheimdienstes arbeitet.
Eigentlich sollen die Kennzeichnungen, die an Wasserzeichen erinnern, dem Kampf gegen Fälscher dienen. Kaum sichtbare Druckpunkte auf den Dokumenten kodieren die Seriennummer und das Datum des Drucktages auf jeder ausgegebenen Seite Papier. Diese Markierungen sind im Original-Scan im Grunde nicht sichtbar, wohl aber dann, wenn man die Farben des Dokumentes invertiert. Dann werden Muster von Punkten sichtbar, anhand derer sich der Drucker und der Zeitpunkt des Ausdrucks identifizieren lassen.
Dass es diese Markierungen gibt, ist eigentlich hinlänglich bekannt. Die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation bietet sogar ein Tool an, mit dem sich der Code knacken lässt. Dass ausgerechnet den Kollegen bei The Intercept ein solch peinlicher Fauxpas passiert, ist natürlich nicht gerade vertrauenswürdig für andere potenzielle Informanten.
Allerdings machten die Redakteure dabei wohl den Fehler, führ ihre Nachfragen Scans der Dokumente an die NSA zu schicken, die ihnen zugestellt worden waren. Etwas später wurde dann eine 25-Jährige festgenommen, die bei einem privatwirtschaftlichen Dienstleister des Geheimdienstes arbeitet.
Code leicht zu knacken
Auf die Spur könnte man der Frau aufgrund kaum sichtbarer Identifikationsmerkmale auf den Ausdrucken gekommen sein. Hinterlassen werden diese von Druckern. Das geht aus einer Analyse des Sicherheitsexperten Robert Graham hervor. Auch dieser konnte aus den Dokumenten von The Intercept die entsprechenden Informationen herausfiltern.Eigentlich sollen die Kennzeichnungen, die an Wasserzeichen erinnern, dem Kampf gegen Fälscher dienen. Kaum sichtbare Druckpunkte auf den Dokumenten kodieren die Seriennummer und das Datum des Drucktages auf jeder ausgegebenen Seite Papier. Diese Markierungen sind im Original-Scan im Grunde nicht sichtbar, wohl aber dann, wenn man die Farben des Dokumentes invertiert. Dann werden Muster von Punkten sichtbar, anhand derer sich der Drucker und der Zeitpunkt des Ausdrucks identifizieren lassen.
Dass es diese Markierungen gibt, ist eigentlich hinlänglich bekannt. Die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation bietet sogar ein Tool an, mit dem sich der Code knacken lässt. Dass ausgerechnet den Kollegen bei The Intercept ein solch peinlicher Fauxpas passiert, ist natürlich nicht gerade vertrauenswürdig für andere potenzielle Informanten.
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Christian Kahle
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