Texas Instruments bricht Quasi-Monopol auf Schul-Taschenrechner weg
Einer der letzten Bereiche, in denen Hersteller veralteter Elektronik noch immer auf hohe Monopoleinnahmen setzen konnten und keine Konkurrenz durch Smartphones zu fürchten hatten, beginnt zu fallen: Der Taschenrechner in den Mathematik-Kursen von Schulen.
Wer seit Jahren nichts mehr mit Schulen zu tun hat, dürfte etwas staunen, dass der alte Taschenrechner hier noch immer der Standard ist. Und da es im Grunde nur sehr wenige Hersteller gibt, die sich die einzelnen Märkte aufgeteilt haben - immerhin sind einheitliche Modelle an einer Schule informell vorgeschrieben - lassen sich mit Technik, die seit Jahrzehnten abgehangen ist, Monopolpreise erzielen.
In den USA brechen dem Marktführer Texas Instruments, der mit seinem grafikfähigen TI-84 fast flächendeckend präsent ist, in diesem Frühjahr gleich mal 14 Bundesstaaten weg, berichtet das US-Magazin Engadget. In diesen stellen die öffentlichen Schulen jetzt auf die Taschenrechner-App des Herstellers Desmos um. "Wir finden, dass die Schüler nicht mehr verpflichtet werden sollten, diese alten, wenig leistungsfähigen Geräte zu kaufen", erklärte dessen Chef Eli Luberoff.
Der Umstieg auf die elektronische Version hat aber neben dem geringeren Preis auch einige weitere Vorteile. Desmos arbeitet beispielsweise auch mit der Spezialfirma Smarter Balanced zusammen und ermöglicht es im Zuge dessen, dass auch sehbehinderte Schüler auf der gleichen technischen Grundlage arbeiten können, wie ihre Klassenkameraden.
Download fx-Calc - Universeller Desktop-Taschenrechner
In den USA brechen dem Marktführer Texas Instruments, der mit seinem grafikfähigen TI-84 fast flächendeckend präsent ist, in diesem Frühjahr gleich mal 14 Bundesstaaten weg, berichtet das US-Magazin Engadget. In diesen stellen die öffentlichen Schulen jetzt auf die Taschenrechner-App des Herstellers Desmos um. "Wir finden, dass die Schüler nicht mehr verpflichtet werden sollten, diese alten, wenig leistungsfähigen Geräte zu kaufen", erklärte dessen Chef Eli Luberoff.
Gratis-App statt alte Technik
Als App ist der Desmos-Rechner, der in der Funktionalität den besseren TI-Geräten ähnelt, kostenlos aus dem iOS-AppStore und dem Android-Play Store herunterzuladen. Geld verdient der Hersteller damit, dass Sammellizenzen für weitergehende Versionen an Schulen vertrieben werden. Mit diesen können dann diverse Wiedergabesysteme an den Schulen damit ausgestattet werden, auf die Schüler beispielsweise auch zurückgreifen dürfen, wenn der Griff zum eigenen Smartphone Tabu ist - wie beispielsweise in Tests.Der Umstieg auf die elektronische Version hat aber neben dem geringeren Preis auch einige weitere Vorteile. Desmos arbeitet beispielsweise auch mit der Spezialfirma Smarter Balanced zusammen und ermöglicht es im Zuge dessen, dass auch sehbehinderte Schüler auf der gleichen technischen Grundlage arbeiten können, wie ihre Klassenkameraden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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