Unister: Insolvenzverwalter will, dass Google für die Pleite bezahlt
Mitte des Vorjahres hat der Leipziger Online-Reiseveranstalter Unister seine Pleite angemeldet und wird derzeit abgewickelt. Der Insolvenzverwalter will sich dabei einem Bericht zufolge einen dreistelligen Millionenbetrag von Google zurückholen. Denn Unister soll beim Suchmaschinenriesen Werbung geschaltet haben als man eigentlich schon längst pleite war.
Im vergangenen Sommer hat das auch schon zum damaligen Zeitpunkt für seine Geschäftspraktiken umstrittene Online-Reisebüro seine Insolvenz anmelden müssen, dem war der Tod des Firmengründers Thomas Wagner bei einem Flugzeugabsturz zuvor gegangen.
Hier kommt Google ins Spiel: Denn laut dem Insolvenzverwalter hätten Geschäftspartner von Unister wie der Suchmaschinenriese von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Online-Reisebüros etwas mitbekommen können oder müssen. In weiterer Folge bedeutet das, dass die Werbeschaltungen bei Google anfechtbar sein könnten, weil das kalifornische Unternehmen diese verweigern hätte müssen.
Flöther will sich deshalb von Google die Gelder, die Unister im Zeitraum von rund eineinhalb Jahren an die Kalifornier gezahlt haben soll, zurückholen, damit will man Gläubiger entschädigen. Das Manager Magazin zitiert hierzu hier einen Insider: "Da geht es sicherlich um einen zweistelligen, eher noch um einen dreistelligen Millionenbetrag." Offiziell wollten sich aber weder Flöther noch Google zu dieser Angelegenheit äußern.
Insolvenzverschleppung
Der Betreiber von den Portalen Ab-in-den-Urlaub.de und Fluege.de steckte aber wohl schon lange in schweren wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Der Insolvenzverwalter Lucas Flöther ist laut einem Bericht des Manager Magazins der Ansicht, dass Unister schon viel früher reif für die Pleite war, Flöther hält die Angelegenheit für "einen Fall krasser Insolvenzverschleppung". Konkret meint er, dass Unister bereits Anfang 2015 "faktisch insolvent" gewesen sei.Hier kommt Google ins Spiel: Denn laut dem Insolvenzverwalter hätten Geschäftspartner von Unister wie der Suchmaschinenriese von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Online-Reisebüros etwas mitbekommen können oder müssen. In weiterer Folge bedeutet das, dass die Werbeschaltungen bei Google anfechtbar sein könnten, weil das kalifornische Unternehmen diese verweigern hätte müssen.
Flöther will sich deshalb von Google die Gelder, die Unister im Zeitraum von rund eineinhalb Jahren an die Kalifornier gezahlt haben soll, zurückholen, damit will man Gläubiger entschädigen. Das Manager Magazin zitiert hierzu hier einen Insider: "Da geht es sicherlich um einen zweistelligen, eher noch um einen dreistelligen Millionenbetrag." Offiziell wollten sich aber weder Flöther noch Google zu dieser Angelegenheit äußern.
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