Die größte Blase aller Zeiten? Snapchat geht heute an die Börse

Logo, Instant Messenger, Snapchat Bildquelle: Snapchat
Es ist der spektakulärste Börsengang des noch jungen Jahres und derzeit fragt sich die ganze Wirtschafts- und IT-Welt: Ist und bleibt Snap(chat) tatsächlich das nächste große Ding oder bahnt sich hier eine Blase an, die nur darauf wartet, zu platzen?
Snap, das Unternehmen, das den Messenger Snapchat betreibt, geht heute an der New York Stock Exchange (NYSE) an die Börse. Dieses so genannte Initial Public Offering (IPO) beflügelt aktuell die Phantasien der Anleger wie schon lange kein Börsengang mehr. Doch der Börsengang wird auch von Kritikern mit großem Interesse beäugt, denn sie verweisen darauf, dass es sich hier um ein Unternehmen handelt, das viel Hype, aber kaum Substanz hat.

Snap Inc. wollte zunächst mit einem Startpreis von 14 bis 16 Dollar eröffnen, das Interesse war aber im Vorfeld so groß, dass man auf 17 Dollar erhöhen musste. Das wird dem Unternehmen 3,4 Milliarden Dollar einbringen und den Firmenwert auf 24 Milliarden Dollar steigen lassen.

Rote Zahlen

Das spiegelt nicht im Ansatz die wirtschaftliche Realität des Unternehmens wider, denn man schreibt rote Zahlen. Und diese werden nicht weniger, ganz im Gegenteil: Im Vorjahr betrug das Minus rund 514 Millionen Dollar. In den Jahren 2015 und 2016 kam Snap zusammen auf einen Umsatz von gerade einmal 463 Millionen Dollar.

Schlimmer noch: Das Nutzerwachstum hat sich zuletzt deutlich abgeschwächt. Zwar zieht Snapchat ein begehrtes, weil junges Publikum im Alter zwischen 18 und 34 Jahren an, dieses hat allerdings auch eine besonders niedrige Aufmerksamkeitsschwelle bzw. Treue. Das bedeutet, dass diese Nutzergruppe beim "nächsten großen Ding" so schnell weg ist wie sie gekommen ist. Forbes verweist auf das "wenig intuitive Interface" von Snapchat, das den Dienst für die (beständigere) Zielgruppe 35+ unbrauchbar und uninteressant macht.

Der Börsengang, der der nach Facebook am zweithöchsten bewertete der IT-Welt ist, wirft also sehr viele Fragen auf. TechCrunch analysiert, dass das Interesse an Snap auch deshalb so groß ist, weil es schon lange keinen prominenten Technik-Börsengang mehr gegeben hat. Ob Snap dadurch Rückenwind bekommt (wie Facebook) oder die Blase schnell platzt (siehe Twitter), wird sich demnächst zeigen. Logo, Instant Messenger, Snapchat Logo, Instant Messenger, Snapchat Snapchat
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