Trumps Einreisedekret: Heftiger Shitstorm gegen Streikbrecher Uber

In den USA sind die religiös motivierten neuen Einwanderungsrichtlinien von Präsident Donald Trump das Thema des Wochenendes gewesen. Es kam landesweit zu zahlreichen Demonstrationen, vor allem New York City war eines der Zentren für Proteste. Dabei machte vor allem Uber eine schlechte Figur.
Verbot, Uber, Taxi, Mitfahrdienst
Uber
Im Big Apple schloss sich auch die Taxifahrer-Gewerkschaft den Trump-Gegnern an und rief alle Fahrer auf, am Samstagabend eine Stunde lang auf Flughafenfahrten vom bzw. zum JFK Airport zu verzichten. Damit wollte man gegen das heftig umstrittene Einwanderungsdekret von Präsident Trump protestieren, das muslimischen Menschen aus sieben Ländern die Einreise in die Vereinigten Staaten verbietet. Man rief auch explizit alle Uber-Fahrer dazu auf.

Doch Uber machte nicht mit und stellte offenbar wirtschaftliche Interessen voran. Uber konnte dabei nicht leugnen, dass man von diesem Protest nichts gewusst habe. Denn über Twitter ließ man die Öffentlichkeit wissen, dass man das so genannte "Surge Pricing", also die automatische Anhebung der Preise zu Stoßzeiten, (bewusst) deaktiviert habe.


DeleteUber

Teile der Öffentlichkeit reagierten verstört und verärgert über diese Maßnahme des Fahrdienstleisters und schnell kam es über soziale Medien zu Protesten. Auf Twitter forderten viele per Hashtag #DeleteUber andere auf, die App zu löschen. Uber versuchte die Situation zu entschärfen und ließ über einen Sprecher ausrichten (via TechCrunch), dass man den Streik gar nicht brechen, sondern nur hinweisen wollte, dass die Preise nicht angehoben werden.

Für Uber ist das letztlich ein neuerlicher PR-Fehltritt, wie ihn sich das Unternehmen schon häufig geleistet hat. Uber-CEO Travis Kalanick versuchte die Angelegenheit tags drauf zu korrigieren und versprach einen 3-Millionen-Dollar-Rechtshilfe-Fonds für Fahrer, die vom Einwanderungsdekret Trumps betroffen sind. Kalanick, der als (moderater) Trump-Befürworter gilt, übte auch vorsichtig Kritik am Präsidenten und forderte diesen auf, das umstrittene Dekret zurückzunehmen.

Dass die Taxi-Gewerkschaft sich überhaupt so klar gegen Trump stellt, ist nicht verwunderlich, denn Taxifahren gilt als klassischer Einwandererjob, auch und vor allem für Immigranten aus muslimischen Ländern.

Siehe auch: Auch Microsoft-Mitarbeiter von Einreiseverbot in die USA betroffen *Update*
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