Google bremst seine interne Zeitrechnung und umgeht Schaltsekunde
In diesem Jahr wird der Countdown zum Jahreswechsel wohl häufig nicht korrekt gezählt. Denn offiziell hat die letzte Minute dieses Jahres 61 Sekunden. Bei Google hat man nun aber zumindest eine Idee, wie man verhindert, dass dadurch die Computersysteme durcheinanderkommen.
Die Bewegung der Erde um die Sonne passt bekanntlich nicht ganz genau zu der Zeiteinteilung, die uns durch die Erdrotation vorgegeben ist. Die gröbsten Abweichungen werden durch die Schaltjahre ausgeglichen: Meist alle vier Jahre bekommt das Jahr einen Tag mehr - den 29. Februar. Da auch dies nicht komplett genügt, werden gelegentlich auch Schaltsekunden hinzugefügt, um einen sehr genauen Abgleich zur Natur hinzubekommen.
Der durchschnittliche Mensch bekommt davon im Grunde gar nichts mit, denn eine Sekunde mehr oder weniger wirkt sich in unserem Alltag faktisch überhaupt nicht aus. Anders sieht es hingegen bei den inzwischen weltweit vernetzten Computern aus, die in verschiedenen Belangen darauf angewiesen sind, auf einer einheitlichen Zeit zu arbeiten. Wo bereits Sekundenbruchteile darüber entscheiden, ob eine Kommunikation zwischen zwei Systemen als erfolgreich bewertet wird, kann eine ganze Sekunde einen großen Unterschied bedeuten. Hinzu kommt das Problem, dass die meisten Software-Implementierungen überhaupt nicht darauf eingestellt sind, dass eine Minute auch einmal 61 Sekunden lang sein kann.
Um nicht in Konflikte mit der offiziellen Zeit hineinzulaufen, lässt man die digitalen Uhren in den NTP-Servern im Vorfeld einfach etwas langsamer laufen. Zehn Stunden vor dem Jahreswechsel werden die Zeitgeber um 0,0014 Prozent abgebremst, hieß es. Diesen Modus behält man dann bei, bis das neue Jahr zehn Stunden alt ist. Dann ist die Verzögerung groß genug, um genau wieder im Einklang mit der offiziellen Zeit zu stehen.
Laut Google werden die konzerneigenen NTP-Server die verlangsamte Zeit für alle hauseigenen Dienste und die APIs zur Verfügung stellen. Das gilt auch für alle virtuellen Maschinen, die auf Basis von Googles Compute Engine laufen. Wer lieber in der offiziellen Zeit bleiben will, sollte in diesem Zeitraum auf einen nicht von Google bereitgestellten NTP-Server ausweichen. Nur eines sollte man unbedingt beachten: Unter keinen Umständen dürfen NTP-Systeme mit beiden Zeitläufen parallel abgefragt werden! Wer unbedingt will, kann das durchaus versuchen, sollte sich dann aber nicht wundern, wenn schlimme Dinge geschehen.
Der durchschnittliche Mensch bekommt davon im Grunde gar nichts mit, denn eine Sekunde mehr oder weniger wirkt sich in unserem Alltag faktisch überhaupt nicht aus. Anders sieht es hingegen bei den inzwischen weltweit vernetzten Computern aus, die in verschiedenen Belangen darauf angewiesen sind, auf einer einheitlichen Zeit zu arbeiten. Wo bereits Sekundenbruchteile darüber entscheiden, ob eine Kommunikation zwischen zwei Systemen als erfolgreich bewertet wird, kann eine ganze Sekunde einen großen Unterschied bedeuten. Hinzu kommt das Problem, dass die meisten Software-Implementierungen überhaupt nicht darauf eingestellt sind, dass eine Minute auch einmal 61 Sekunden lang sein kann.
Eine eigene Zeitrechnung
Bei Google hat man sich daher zu einem ziemlich pragmatischen Ansatz entschlossen: Die Network Time Protocol (NTP)-Server des Unternehmens, die weltweit die Referenzzeit für alle Systeme im Google-Netzwerk und auch viele externe Dienste bereitstellen, werden schlicht keine 61. Sekunde an die letzte Minute des Jahres anhängen. Bei dem Suchmaschinenkonzern endet das Jahr dann wie immer um 23:59:59 Uhr.Um nicht in Konflikte mit der offiziellen Zeit hineinzulaufen, lässt man die digitalen Uhren in den NTP-Servern im Vorfeld einfach etwas langsamer laufen. Zehn Stunden vor dem Jahreswechsel werden die Zeitgeber um 0,0014 Prozent abgebremst, hieß es. Diesen Modus behält man dann bei, bis das neue Jahr zehn Stunden alt ist. Dann ist die Verzögerung groß genug, um genau wieder im Einklang mit der offiziellen Zeit zu stehen.
Laut Google werden die konzerneigenen NTP-Server die verlangsamte Zeit für alle hauseigenen Dienste und die APIs zur Verfügung stellen. Das gilt auch für alle virtuellen Maschinen, die auf Basis von Googles Compute Engine laufen. Wer lieber in der offiziellen Zeit bleiben will, sollte in diesem Zeitraum auf einen nicht von Google bereitgestellten NTP-Server ausweichen. Nur eines sollte man unbedingt beachten: Unter keinen Umständen dürfen NTP-Systeme mit beiden Zeitläufen parallel abgefragt werden! Wer unbedingt will, kann das durchaus versuchen, sollte sich dann aber nicht wundern, wenn schlimme Dinge geschehen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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