Bahn: 2.-Klasse-WLAN schnell gedrosselt - ist aber ohnehin langsam

Deutsche Bahn, Ice, Zug Bildquelle: Ed Webster / Flickr
Die Deutsche Bahn wird auch ihren Passagieren in der 2. Klasse der ICEs kostenlose Internet-Anbindungen bieten. Ab dem 1. Januar sollen diese in allen Zügen zur Verfügung stehen. Wer eine längere Strecke zu überbrücken hat, sollte aber vorsichtig beim Datenkonsum sein.
Denn wie die Bahn im Zuge der Ankündigung des neuen Services mitteilte, können die Nutzer nicht in beliebigem Umfang im Netz unterwegs sein. Nach 200 Megabyte soll eine Drosselung der Bandbreite erfolgen. Angesichts der gebotenen Geschwindigkeiten dürfte es aber auch nicht ganz so einfach sein, das gebotene Volumen so schnell leer zu machen wie beispielsweise beim LTE-Mobilfunk.

Zur genauen Bandbreite der WLAN-Anbindung gibt es aktuell etwas widersprüchliche Angaben. Klar ist allerdings, dass sich die Nutzer mit 1 bis 3 Megabit pro Sekunde im Downstream abfinden müssen. Im Upstream ist es etwas weniger. Damit ist es schon schwierig, etwa HD-Videos auf YouTube abzurufen, die das Datenvolumen schnell schwinden lassen würden. Auf der anderen Seite solle die gedrosselte Geschwindigkeit aber auch deutlich über den 128 Kilobit pro Sekunde liegen, die man auf Flügen der Lufthansa bekommt, so dass Musikstreaming auch weiterhin funktionieren sollte.

Arbeiten im Zug bleibt schwer

Wer allerdings der Ansicht ist, ab dem kommenden Jahr in der 2. Klasse auf einer ICE-Reise ordentlich arbeiten zu können, dürfte enttäuscht werden - zumindest, wenn man im Job dann doch mal mit größeren Datenmengen zu tun hat. Die Bahn sieht das Angebot aber doch als ziemlich gut an, da ohnehin nur ein kleiner Teil der Nutzer mehr als 200 Megabyte Traffic verursacht. Das dürften allerdings genau jene Mitfahrenden sein, die seit Jahren lautstark eine ordentliche Internet-Anbindung in den Zügen fordern. Die Wenig-Nutzer hingegen werden sich wohl nur über die Gelegenheit freuen, auch außerhalb der Bahnhöfe mal ihre Facebook-Timeline auf dem Smartphone nachladen zu können.

Die 200-Megabyte-Grenze lässt sich allerdings ganz passabel umgehen, wenn es denn mal sein muss. Denn diese gilt zwar für den ganzen Tag - und auch wenn der Reisende in einen anderen ICE umsteigt - dafür muss allerdings das jeweilige Gerät registriert werden. Und das erfolgt anhand der MAC-Adresse. Wer die 200 Megabyte durch hat, kann dann durchaus die WLAN-Komponente des Notebooks abschalten und weitere 200 Megabyte über das Smartphone und wenn vorhanden auch über das Tablet zum Rechner durchleiten.

In der 1. Klasse gibt es eine solche Obergrenze nicht. Allerdings soll auch hier geprüft werden, ob man dies nicht ändert. Und wer unterwegs gern Filme oder Serien ansehen möchte, kann dies über das Bord-Angebot tun. In jedem Zug hält die Bahn über eine Kooperation mit Maxdome ein lokales Angebot vor, das ebenfalls über WLAN abgerufen werden kann und für das die Volumengrenze nicht gilt. Deutsche Bahn, Ice, Zug Deutsche Bahn, Ice, Zug Ed Webster / Flickr
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