US-Behörden: Security-Fachkräftemangel ist nur ein Mythos

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
Die Wirtschaft beklagt sich immer wieder, dass es schwierig sei, Personal zu finden, das sich mit der IT-Sicherheit auskennt. Seitens der US-Regierung kann man dies allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. Man habe hier überhaupt keine Probleme, tausende neue Mitarbeiter für den Bereich zu finden.
Vor gut einem Jahr hatte man seitens des Weißen Hauses bekannt gegeben, 6.500 Leute in verschiedenen Behörden für den Security-Bereich einstellen zu wollen. Bis zur Mitte des Jahres hatte man bereits rund 3.000 Stellen besetzt, der Rest soll bis zum Januar folgen. Bewerber habe man genug, erklärte die Personalchefin des US-Heimatschutzministeriums Angela Bailey.

"Wir würden gern auf einige Mythen eingehen, die um die Besetzung von Security-Stellen entstanden sind", so Bailey laut einem Bericht der ComputerWorld. Eine davon sei, dass man keine Leute finde. "Aktuell haben wir über 14.000 Bewerbungen." Davon seien sichtlich nicht alle Leute ausreichend qualifiziert, doch habe man bei der Menge ja problemlos eine Wahl. Auf einer extra durchgeführten Job-Messe seien so viele potenzielle Mitarbeiter aufgetaucht, dass man viel länger Gespräche führte, als eigentlich geplant war.

Andere Personalpolitik

Diese Aussagen verwundern allerdings einen Unternehmensberater, der sich auf die Vermittlung von IT-Mitarbeitern spezialisiert hat. Immerhin, so erklärte David Foote, kenne er keine Security-Fachleute, die arbeitslos wären. Allerdings zeigt ein genauerer Blick auf seine skeptischen Äußerungen, dass zwischen der Einstellungs-Politik der Behörden und der Unternehmen große Unterschiede bestehen.

Laut Foote ist es fragwürdig, warum so viele Leute sich auf einen vergleichsweise schlecht bezahlten Job im öffentlichen Dienst bewerben sollten. Immerhin verdient man in der freien Wirtschaft in dem Segment wesentlich besser. Allerdings wird in seinen Ausführungen auch klar, dass die Unternehmen vor allem Leute mit ordentlich Berufserfahrung haben wollen. Die Behörden stellen hingegen auch Leute ein, die zwar die richtigen Talente mitbringen, in konkreten Punkten aber noch ausgebildet werden müssen.

Für viele Sicherheits-Fachkräfte dürfte ein Job bei einer Behörde aber auch aus einem anderen Grund sehr interessant sein: Hier bekommt man in vielen Bereichen auch automatisch eine Sicherheitseinstufung. Und wer diesen Prozess erst einmal durchlaufen hat und beispielsweise berechtigt war, mit staatlichen Interna zu arbeiten, bekommt später einen noch besser bezahlten Job in der Wirtschaft, weil er dann für lukrative Aufträge vom Staat eingesetzt werden kann. Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr
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