IT-Fachkräftemangel führt nicht zu mehr Gehalt

Die IT-Branche beklagt zwar immer wieder einen angeblichen Mangel an Fachkräften, die Unternehmen sind aber kaum bereit, Experten mit finanziellen Anreizen unter ihr Dach zu locken.
Mitarbeiter, Büro, Indoor
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So sind die Jahreseinkommen in dem Segment in diesem Jahr nur um rund ein Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die traditionelle Vergütungsstudie der IT-Wochenzeitung Computerwoche. Für die aktuelle Untersuchung wurden zwischen Mai und August dieses Jahres insgesamt 16.254 Datensätze von 28 IT-Funktionen hinsichtlich Höhe und Struktur des Gehalts ausgewertet.

Wie die Gehaltsstudie zeigt, dürfen sich in diesem Jahr aber doch einige Berufsgruppen über deutliche Gehaltssteigerungen freuen: In den Bereichen SAP-Beratung, Web-Design und IT-Coaching ging es nach oben. Die Jahresgehälter von weniger qualifizierten IT-Mitarbeitern sind im Jahresvergleich hingegen stagniert oder sogar gesunken. Mit geringeren Gehältern muss man bei neuen Stellen im Bereich Organisationsprogrammierung oder IT-Support rechnen, die in den letzten Jahren vermehrt ins Ausland verlagert wurden.

Zu den Spitzenverdienern unter den IT-Fachkräften ohne Personalverantwortung gehören Projektleiter: Jährlich erhält diese Berufsgruppe im Durchschnitt 74.170 Euro. Kommt direkte Leitungsbefugnis über Mitarbeiter hinzu, steigt das Salär in der Regel um ein Viertel bis zu einem Drittel.

Auf den weiteren Rängen folgen IT-Funktionen wie SAP-Berater mit durchschnittlich 66.457 Euro Jahresgehalt, IT-Berater (63.610 Euro) und IT-Sicherheitsspezialisten (62.360 Euro). Am unteren Ende der Gehaltsskala hat sich im Vergleich zu früheren Studien wenig getan. Mitarbeiter im Anwender-Support (39.840 Euro) und Web-Designer (37.000 Euro) verdienen pro Jahr im Durchschnitt am wenigsten. Immerhin: Das Jahresgehalt von Web-Designern lag vor zwei Jahren noch rund 2.000 Euro niedriger als 2013.

IT-Fachkräfte, die Wert auf ein hohes Einkommen legen, sollten zudem genau überlegen, wo sie arbeiten, hieß es. Auch 2013 hat sich nichts an den teils deutlichen Gehaltsunterschieden zwischen Ost und West geändert. So liegen die Gehälter in Metropolen wie München oder Frankfurt am Main bis zu 15 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, während jene in Mecklenburg-Vorpommern im Schnitt 25 Prozent darunter liegen. Selbst in der Hightech-Region Dresden müssen sich IT-Fachkräfte mit durchschnittlich elf Prozent weniger Gehalt zufriedengeben.
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