Bundeskartellamt untersucht Audiobook-Deal zwischen Apple und Amazon
Das Bundeskartellamt hat ein offizielles Verfahren gegen das Amazon-Tochterunternehmen Audible und gegen Apple eingeleitet. Das hat das Amt heute in einer Pressemeldung bestätigt. Es geht dabei um die Marktmacht, die beide Unternehmen im Bereich der Hörbücher in Deutschland einnehmen.
"Die beiden Unternehmen haben bei dem digitalen Angebot von Hörbüchern in Deutschland eine starke Position. Daher sehen wir uns veranlasst, die Vereinbarung zwischen diesen beiden Wettbewerbern im Hörbuchbereich genauer zu prüfen", erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes heute in einer Stellungnahme. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte nach Bekanntwerden der Untersuchung versucht, entsprechende Reaktionen bei Apple und Amazon einzuholen und ist dabei abgeblitzt. Zu dem laufenden Verfahren will man sich von Seiten Apples nicht äußern, Amazon/Audible hat gar nicht reagiert.
Während Audible sich mit den Hörbuch-Abos und Downloads rein auf die Sparte Audiobooks spezialisiert hat, ist bei Apple der Hörbuchbereich ein wichtiger Bestandteil von iTunes, beziehungsweise iBooks.
Nach dem aktuellen Wissensstand der Kartellbehörde unterhalten beide Unternehmen langjährige Vereinbarungen über den Bezug von Hörbüchern durch Apple bei Audible für den Vertrieb über Apples Download-Shop iTunes Store. Details aus den Vereinbarungen sind nicht bekannt.
Das Problem mit den einengenden Vereinbarungen und dem Ausschluss von Konkurrenten ist weder bei Apple noch bei Amazon etwas Neues. Seit Jahren gibt es immer wieder Beschwerden und Kartellverfahren gegen die Ausnutzung der Marktmacht, die beide Konzerne zum Beispiel im Bereich Bücher, Verlage und Autoren ausüben. Das nun ein offizielles Verfahren eingeleitet wurde, zeigt, dass sich bereits ein Anfangsverdacht erhärtet hat.
Siehe auch: Schuldig: Apple war Teil von E-Book-Preiskartell
Während Audible sich mit den Hörbuch-Abos und Downloads rein auf die Sparte Audiobooks spezialisiert hat, ist bei Apple der Hörbuchbereich ein wichtiger Bestandteil von iTunes, beziehungsweise iBooks.
Nach dem aktuellen Wissensstand der Kartellbehörde unterhalten beide Unternehmen langjährige Vereinbarungen über den Bezug von Hörbüchern durch Apple bei Audible für den Vertrieb über Apples Download-Shop iTunes Store. Details aus den Vereinbarungen sind nicht bekannt.
Beschwerde des Börsenvereins
"Es muss sichergestellt sein, dass den Hörbuchverlagen für den Absatz ihrer digitalen Hörbücher hinreichende Ausweichalternativen zur Verfügung stehen. Die Verfahrenseinleitung erfolgt auf die Beschwerde des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die sich gegen verschiedene Verhaltensweisen von Audible wendet, unter anderem die exklusive Belieferung des ITunes-Store von Apple. Das Bundeskartellamt steht im engen Kontakt mit der Europäischen Kommission, der diese Beschwerde ebenfalls vorliegt."Das Problem mit den einengenden Vereinbarungen und dem Ausschluss von Konkurrenten ist weder bei Apple noch bei Amazon etwas Neues. Seit Jahren gibt es immer wieder Beschwerden und Kartellverfahren gegen die Ausnutzung der Marktmacht, die beide Konzerne zum Beispiel im Bereich Bücher, Verlage und Autoren ausüben. Das nun ein offizielles Verfahren eingeleitet wurde, zeigt, dass sich bereits ein Anfangsverdacht erhärtet hat.
Siehe auch: Schuldig: Apple war Teil von E-Book-Preiskartell
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