Mobbing statt Whistleblowing:
Anonyme Secret-App gibt auf
Überraschung: Wenn man Internet-Nutzern die Möglichkeit gibt, anonym Mitteilungen zu verbreiten, öffnet man übler Nachrede und Mobbing Tür und Tor. Diese Erkenntnis traf die Macher der App Secret offenbar etwas unvorbereitet und nach einigem Hin und Her wird die Anwendung nun eingestellt.
Gerade einmal vor einem guten Jahr wurde Secret erstmals veröffentlicht und fand insbesondere in der Tech-Szene schnell viele lobende Worte. Immerhin war man hier gerade auf die Verbesserung der Möglichkeiten für Whistleblower geeicht, so dass eine App, die es ermöglichte, der Welt völlig anonym wichtige Dinge mitzuteilen, gerade recht kam.
Jetzt kapitulierte Gründer David Byttow und erklärte, dass das Projekt eingestellt werde. "Das war eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens und eine, die mich sehr tief trifft. Unglücklicherweise hat Secret nichts mehr mit der Vision gemein, mit der ich das Unternehmen gründete", erklärte er. Daher sei es wohl für alle Beteiligten das Beste, den nun angekündigten Schritt zu vollziehen.
Immerhin 15 Millionen Nutzer sollen die App seit dem Start verwendet haben. Offene und anonyme Kommunikation hält Byttow weiterhin für eine großartige Sache, musste nun aber einräumen, dass sie auch ein zweischneidiges Schwert ist. Die nächsten Wochen wolle er sich nun damit beschäftigen, das Projekt ordentlich abzuwickeln. Das dürfte vor allem die Investoren freuen, die insgesamt 35 Millionen Dollar in die Firma investierten. So weit möglich, sollen die Gelder nun zurückgezahlt werden.
Die Nutzer machen, was sie wollen
Allerdings entwickelte sich die Anwendung keineswegs zur Plattform, auf der große und wichtige Geheimnisse publiziert wurden - sondern vielmehr private Details von Nutzern und auch Beschimpfungen. Da darauf niemand vorbereitet war und es kein Team gab, das sich gezielt um dieses Problem kümmerte, nahmen diese Dinge zeitweise Überhand. Sogar Behörden wurden auf die Sache aufmerksam und stellten Untersuchungen an.Jetzt kapitulierte Gründer David Byttow und erklärte, dass das Projekt eingestellt werde. "Das war eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens und eine, die mich sehr tief trifft. Unglücklicherweise hat Secret nichts mehr mit der Vision gemein, mit der ich das Unternehmen gründete", erklärte er. Daher sei es wohl für alle Beteiligten das Beste, den nun angekündigten Schritt zu vollziehen.
Immerhin 15 Millionen Nutzer sollen die App seit dem Start verwendet haben. Offene und anonyme Kommunikation hält Byttow weiterhin für eine großartige Sache, musste nun aber einräumen, dass sie auch ein zweischneidiges Schwert ist. Die nächsten Wochen wolle er sich nun damit beschäftigen, das Projekt ordentlich abzuwickeln. Das dürfte vor allem die Investoren freuen, die insgesamt 35 Millionen Dollar in die Firma investierten. So weit möglich, sollen die Gelder nun zurückgezahlt werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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