Start des dritten Deutschen zur ISS in wenigen Stunden im Livestream

Raumfahrt, Astronaut, Alexander Gerst Bildquelle: ESA
Der Countdown läuft: In wenigen Stunden wird Alexander Gerst als dritter deutscher Raumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen und erstmals wird es möglich sein, dieses Ereignis auf zahlreichen Online-Kanälen live zu verfolgen.
Gerst wurde im Jahr 2009 als einer von sechs Neuzugängen beim Europäischen Astronautenkorps der ESA vorgestellt. Diese hatten sich zuvor im Auswahlverfahren gegen über 8.400 andere Bewerber durchgesetzt. Nach einer fünfjährigen Vorbereitungszeit soll der Geophysiker nun zur ISS starten, die voraussichtlich für die kommenden sechs Monate seine Heimat über der Erde sein wird. Mit ihm fliegen Maxim Surajew und Reid Wiseman aus Russland und den USA. Alexander GerstAlexander Gerst beim Training Seit dem Beginn der direkten Vorbereitungen für die heute beginnende Mission lässt Gerst die interessierte Öffentlichkeit bereits über seinen Twitter-Account @Astro_Alex am Geschehen teilhaben. Aktuell berichtet er hier auch noch immer von den Stunden vor dem Start: Bevor es in die heiße Phase geht, wurde noch einmal geschlafen, geduscht und gegessen. Bald geht es los in Richtung der Sojus, die die drei in den Orbit bringen soll - vom gleichen Startplatz im kasachischen Baikonur übrigens, von dem auch Juri Gagarin als erster Mensch überhaupt ins All flog.

Mission für die Wissenschaft

Der Wissenschaftler konzentrierte seine Arbeit auf der Erde bisher auf die Vulkane. Diese wird er nun für ein halbes Jahr nur noch von oben zu sehen bekommen. Die Forschung wird aber auch auf der ISS einen wesentlichen Teil seiner Arbeit ausmachen. Rund hundert Experimente soll Gerst auf der Raumstation durchführen, 35 davon wurden ihm von europäischen Wissenschafts-Kollegen mit auf den Weg gegeben, die meisten davon aus deutschen Instituten.

Erforscht werden unter anderem neue Werkstoffe und das Verhalten von Plasmen in der Schwerelosigkeit. Aber auch an der Zukunft der Raumfahrt soll Gerst arbeiten. So wird ein System erprobt, dass Raumschiffen ein künstliches Magnetfeld geben könnte, um es auf die gleiche Weise vor der kosmischen Strahlung zu schützen, wie es bei der Erde der Fall ist. Dies würde nicht nur den Einsatz aufwändiger Spezialverkleidungen bei zukünftigen Orbitalflügen unnötig machen, sondern auch ein wesentliches Problem einer bemannten Mars-Mission lösen, bei dem sich die Raumfahrer über sehr lange Zeit weitgehend ungeschützt durch die Strahlenschauer bewegen müssten.


Gersts Mission trägt den Beinamen "Blue Dot" - nach einem Foto, das von der Raumsonde Voyager 1 aus etwa 6,4 Milliarden Kilometern Entfernung zur Erde aufgenommen wurde. Unser Planet erscheint auf dem Bild nur noch als kleiner blauer Punkt. Der Start ist für den heutigen Abend um 21:57 Uhr Mitteleuropäischer Zeit angesetzt. Etwa sechs Stunden später soll die Sojus an die ISS ankoppeln.

Da Gersts Twitter-Account für diesen Zeitraum verstummen wird, stehen ausreichend andere Kanäle zur Verfügung, um den Flug live verfolgen zu können. Vor allem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird die Mission natürlich eng begleiten und startet am 28. Mai 2014 ab 20:45 Uhr einen Livestream, über den das Treiben in Baikonur verfolgt werden kann.

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