Neuartige Probleme: Google muss 440.000 Rauchmelder zurückrufen

Google, Nest, Rauchmelder Bildquelle: nest
Durch die Expansion in neue Geschäftsbereiche muss sich der Suchmaschinen-Konzern Google nun mit Problemen herumschlagen, an die man bisher wohl nicht im Entferntesten dachte. Aktuell muss eine riesige Menge an Rauchmeldern zurückgerufen und ausgetauscht werden.
Insgesamt 440.000 dieser Geräte sind zu ersetzen, wie aus einer Mitteilung der Verbraucherschutzstellen der US-Regierung hervorgeht. Die Produkte waren von der Firma Nest verkauft worden, die Google kürzlich wegen ihrer Technologien im Bereich der Heim-Vernetzung übernommen hat. Die fraglichen Geräte wurden im Zeitraum zwischen Mitte November des letzten Jahres und diesem April verkauft.

Nest hatte den Verkauf Anfang des letzten Monats bereits eingestellt, nachdem ein Problem aufgefallen war. Die Geräte können von den Nutzern nämlich unbeabsichtigt deaktiviert werden. Dafür reicht es teilweise aus, dass man eine unvorsichtige Handbewegung unmittelbar vor dem Sensor macht. Nach Angaben des Unternehmens arbeite man an einem Patch der Firmware, mit dem das Problem behoben werden soll.

Lösung für nervende Fehlalarme gesucht



Die fragliche Funktion war eigentlich eingebaut worden, um einen Rauchmelder zu schaffen, der den Nutzern in bestimmten Situationen nicht auf die Nerven geht. Denn Untersuchungen hatten gezeigt, dass viele Verbraucher ihre Systeme wieder abgeschafft haben, weil diese entweder ansprangen, wenn es beim Kochen etwas Rauchentwicklung gab, oder nachts wegen geringen Batteriestandes Alarm schlugen und die Nutzer aus dem Schlaf holten.

Der Nest Protect sollte sich daher über eine Geste schnell deaktivieren lassen, wenn es einmal einen Fehlalarm gab oder schon bekannt ist, dass es gleich etwas Rauch geben wird. Es zeigte sich aber, dass auch zufällige Aktionen für eine Deaktivierung sorgen können - wodurch der Verbraucher ungeschützt wäre, ohne es zu wissen. Der Rauchmelder ist auch mit dem Smartphone des Nutzers verbunden und kann diesem auch unterwegs anzeigen, wenn er Alarm schlägt - und ob dieser von Rauch oder Kohlenmonoxid ausgelöst wurde. Der Anwender kann so direkt reagieren.

Googles neue Tochter hatte bisher Stillschweigen darüber bewahrt, wie viele Geräte sie von ihren Produkten jeweils verkauft haben. Die Rückrufaktion gibt nun erstmals einen kleinen Einblick in diesen Bereich. Ein Nest Protect kostet 130 Dollar. Die ersten gepatchten Geräte sollen in einigen Wochen wieder im Handel verfügbar sein. Google, Nest, Rauchmelder Google, Nest, Rauchmelder nest
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