Amazon: Erneuter Streik an zwei Standorten
Die Beschäftigten in den Logistik-Zentren des Online-Händlers Amazon haben eine neue Runde im Kampf um ihre tarifliche Absicherung eingeläutet. An zwei deutschen Standorten wird heute gestreikt.
Betroffen sind die Versand-Zentren des Konzerns in Bad Hersfeld und Leipzig. Die Arbeitsniederlegung soll den ganzen Tag andauern, aber erst einmal auf heute beschränkt sein. Die Dienstleistungs-Gewerkschaft Verdi will so Druck auf das Management aufbauen, das sich bisher nicht auf die Forderungen einlassen wollte.
"Amazon verweigert nach wie vor jegliches Gespräch über einen Tarifvertrag - das zeugt von fehlendem Respekt vor der hervorragenden Leistung, die die Amazon-Beschäftigten Tag für Tag erbringen", sagte der Verdi-Verhandlungsführer für Leipzig, Jörg Lauenroth-Mago. Im Grunde geht es in der Auseinandersetzung darum, wie das Unternehmen definiert wird. Amazon sieht sich als Logistiker und bietet die für diesen Bereich vereinbarten Löhne an.
Bei Verdi sieht man dies allerdings anders. Nach Ansicht der Gewerkschaft ist Amazon ein Versandhändler, für den die Tarifverträge dieser Branche gelten sollten. Diese böten den Beschäftigten wesentlich bessere Bedingungen - vor allem liegen die Stundenlöhne laut Tarif im Versandhandel anderthalb bis mehr als zwei Euro höher.
"Die Zeit des Fastens ist vorbei, und die Beschäftigten bei Amazon erwarten zu Recht den verbindlichen tarifvertraglichen Schutz ihrer Löhne und Arbeitsbedingungen. Das ist keine Forderung, die von außen an das Unternehmen herangetragen wird, sondern die klare Erwartung einer großen Zahl von Beschäftigten und der Verdi-Mitglieder bei Amazon", erklärte die Streikleiterin in Bad Hersfeld, Mechthild Middeke.
Bei der Gewerkschaft ist man darauf eingestellt, dass die Auseinandersetzung mit Amazon noch länger andauern wird. Entsprechend fährt man hier die Strategie, immer wieder mit Streik-Aktionen langfristig Druck aufzubauen.
"Amazon verweigert nach wie vor jegliches Gespräch über einen Tarifvertrag - das zeugt von fehlendem Respekt vor der hervorragenden Leistung, die die Amazon-Beschäftigten Tag für Tag erbringen", sagte der Verdi-Verhandlungsführer für Leipzig, Jörg Lauenroth-Mago. Im Grunde geht es in der Auseinandersetzung darum, wie das Unternehmen definiert wird. Amazon sieht sich als Logistiker und bietet die für diesen Bereich vereinbarten Löhne an.
Bei Verdi sieht man dies allerdings anders. Nach Ansicht der Gewerkschaft ist Amazon ein Versandhändler, für den die Tarifverträge dieser Branche gelten sollten. Diese böten den Beschäftigten wesentlich bessere Bedingungen - vor allem liegen die Stundenlöhne laut Tarif im Versandhandel anderthalb bis mehr als zwei Euro höher.
"Die Zeit des Fastens ist vorbei, und die Beschäftigten bei Amazon erwarten zu Recht den verbindlichen tarifvertraglichen Schutz ihrer Löhne und Arbeitsbedingungen. Das ist keine Forderung, die von außen an das Unternehmen herangetragen wird, sondern die klare Erwartung einer großen Zahl von Beschäftigten und der Verdi-Mitglieder bei Amazon", erklärte die Streikleiterin in Bad Hersfeld, Mechthild Middeke.
Bei der Gewerkschaft ist man darauf eingestellt, dass die Auseinandersetzung mit Amazon noch länger andauern wird. Entsprechend fährt man hier die Strategie, immer wieder mit Streik-Aktionen langfristig Druck aufzubauen.
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Christian Kahle
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