Amazon: Erneuter Streik an zwei Standorten

Die Beschäftigten in den Logistik-Zentren des Online-Händlers Amazon haben eine neue Runde im Kampf um ihre tarifliche Absicherung eingeläutet. An zwei deutschen Standorten wird heute gestreikt. mehr... Amazon, Paket, Beschädigung Bildquelle: Pluspedia Amazon, Paket, Beschädigung Amazon, Paket, Beschädigung Pluspedia

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"vor allem liegen die Stundenlöhne laut Tarif im Versandhandel anderthalb bis mehr als zwei Euro höher. "

Also 15€ die Stunde? Das wäre mir neu.
 
@BVB09Fan1986: Amazon zahlt keine 13€/Stunde. Nach Tarif gäbe es in Hessen für die meisten 12,04€ oder 12,55€ pro Stunde. Wichtig sind aber vor allem die Jahressonderzahlungen und Zuschlagsregelungen.
 
@DerFisch: selbst 12€ wären zuviel für das paken von packeten. Als Koch, Altenpfleger oder im Einzelhandel verdient man weniger... Auch als Physiotherapeut. Kein wunder wenn Amazon nach Polen geht und wieder ein paar niedrige qualifizierte dem Markt zu Verfügung stehen.
 
@wolver1n: Weil andere weniger verdienen ist es zuviel? Kein Wunder dass die CDU bei solchen EInstellungen alle Wahlen gewinnt. Mal drüber nachgedacht dass die anderen zu WENIG verdienen?
 
@DerFisch: ja, habe ich. Aber man sollte da anfangen wo das Problem wirklich Groß ist und da wo Menschen wirklich was leisten und nicht bei Lagerarbeitern die schon genug bekommen für die Arbeit die ausgeführt wird. Meiner Meinung nach sind 12€ genug für im Lager ohne Verantwortung von A nach B zu laufen. Das sind über 2000€ Brutto... schon fast dreist viel. Am ende muss man rein gar nichts können hat überhaupt keine Verantwortung und besonders anstrengend ist es auch nicht wenn man es mit der Pflege vergleicht oder sogar einem Koch!
 
@wolver1n: 2000€ Brutto sind "dreist viel"? Ohje, soweit haben uns Jahrzehnte neoliberaler Berieselung inzwischen gebracht.
 
@DerFisch: ich weiß nicht wo du lebst... aber, ein koch verdient 1400€ im ersten jahr, eine Altenpflegerin 1600€ und im verkauf verdient man auch um die 1600€... du scheinst das Glück zu haben mehr zu verdienen aber so schaut es nun mal aus und dann sind 2000€ fürs Pakete schubsen dreist viel, ja!
 
Logistik ist ein anderes Wort für Sklavenarbeit. Als Picker rennst du da 20km in einer Schicht und zu jedem Verkaufsevent holen die sich ihre Leute für 4€ die Stunde in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur. In 4 Wochen Weihnachtsverkauf macht man 2 Wochen auf Probe und das bei einer Arbeit, worauf man Tiere abrichten könnte.
 
Ich gebe zu, ich kaufe gerne bei Amazon ein, jedoch tun mir die Leute die dort arbeiten echt leid ... ich verstehe nicht wie Groß die Gier der Amazon Geschäftsleitung sein muss, die verdienen eh Milliarden, warum nicht 1 Milliarde weniger verdienen im Jahr, dafür die Leute aber gut Bezahlen und dadurch noch positive Werbung bekommen?
 
@Sam Fisher: Ich glaube es geht den gegen Strich wie sie es versuchen. Ehrlich gesagt geht mir Verdi auch ziemlich auf die Nüsse mit dem Gelaber, auch wenn ich ihre Absichten, dass die Arbeiter mehr Geld kriegen sollen natürlich begrüße.
 
@Sam Fisher: auf der anderen Seite gibts genug Leute die es eigentlich gar nicht so schlecht finden bei Amazon. Bei SternTV? WISO? waren einige MA, die es leid sind ständig bemittleidet zu werden, weil vieles übertrieben wird. Amazon ist sicher kein "sehr guter" Arbeitgeber aber ich kann auch nicht ganz glauben, dass es allen so geht wie die Gewerkschaft meint. Und dass ein Paket-Zukleber nicht im gleichen Tarifvertrag stecken soll wie im Direktgewerbe (hier ist ausnahmsweise mal Versandhandel zu lesen) ist für mich auch klar: er hat doch gar keinen direkten Kundenkontakt, soll aber so bezahlt werden?!
 
@TurboV6: Unsinn. Es gibt verschiedene Lohngruppen im Tarifvertrag. Auch ein Regaleinräumer bei Netto hat keinen Kundenkontakt. Trotzdem wird er nach Tarif bezahlt.
 
@Sam Fisher: Ich habe eher Mitleid mit den Paketboten, welche die ganzen Pakete zu den Kunden bringen. Die würden sich über die Stundenlöhne der Amazon-Mitarbeiter riesig freuen. So wie die 4-6 Millionen anderen Arbeitnehmer in Deutschland (je nach Quelle), die aktuell noch unter dem zukünftigen Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde bezahlt werden. Ein "Kampf" gegen Amazon ist gute medienwirksame Werbung für ver.di, das bringt zahlende Gewerkschaftsmitglieder mit sich. Und ganz nebenbei beträgt der monatliche Gewerkschaftsbeitrag 1% vom Bruttolohn - höhere Bruttolöhne durchzuboxen lohnt sich für die Gewerkschaft vielleicht mehr als für den Arbeitnehmer, der dank kalter Progression von der Lohnerhöhung nicht viel auf seinem Bankkonto findet...
 
Dann freuen sich halt die Polen und Techen (Das sieht so falsch aus ;) ) auf die Arbeit. Wenn wir in Deutschland zu hohe Ansprüche haben. Wieso 15 Euro verdienen? Was rechtfertigt das? Nur weil sie viel laufen? Mein Vater ist morgens um 6 aus dem Hause kam um 17Uhr wieder und hat an dem Tag ein ganzes Bad umgebaut. Das ist Arbeit. Und verdient hat er meist auch nur um die 12 Euro. Also mal den Ball flach halten.
Außerdem wieso wird eingentlich nie über die Mitarbeiter berichtet die total zufrieden sind und viel lieber arbeiten gehen würden? bzw das immer weniger Mitarbeiter überhaupt streicken.
Leider ist der Geldsack von Verdi so voll das sie die Zeit noch aussitzen können. Den Amazon wird das nicht mehr lange mit sich machen lassen. Dann sind sie weg und wir haben wir das nachsehen und heulen weil die Arbeitsplätze ins Ausland gehen. Da sollte man sich fragen warum?
 
@Anduko: Dem muss ich generell zustimmen. Obwohl das auf Amazon wohl nicht zutrifft, könnte man das jedoch als Beispiel für den gestrigen Artikel über das mit dem Börsengang von einer chinesischen Firma nehmen. Sicher ist das mit "Hungerlöhnen", Zwangsarbeit durch die Arge usw. so eine Sache in Deutschland, bloß wenn u.A. dadurch langfristig ganze Industriezweige wegbrechen, ist das bestimmt auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
 
@Anduko: Wir haben hohe Ansprüche? Das ich nicht lache. Mit den Arbeitsbedingungen die in so einem Lager herrschen scheinst du ja bestens vertraut zu sein. Vielleicht willst du mal eine Woche da arbeiten und dann berichten wie lasch und anspruchslos die zu erledigenden Arbeiten da waren. Ich würde es mir im Traum nicht einfallen lassen, Arbeit klein zu reden wovon ich keine Ahnung habe. Amazon macht genug Gewinn der jedes Jahr höher sein muss als im Jahr zuvor. Aber die Belegschaft soll nichts vom Kuchen abbekommen? Da stellt sich mir die Frage warum eine Sekretärin fürs E-Mail schreiben usw und für eine sitzende Tätigkeit über 2000 € Brutto bekommt aber ein Lagerist darf nicht meckern?

Es gibt auch Arbeitnehmer die haben Familien und sind nicht alleine im Haushalt. Außerdem haben Menschen die hart arbeiten auch einen Anspruch auf einen gerechten Lohn, sodass auch mal ein Urlaub möglich ist. Es darf nicht zum Standard werden, dass man mehr als 200 Stunden im Monat arbeiten muss um mal eben so über die Runden zu kommen.
 
Ich bestelle sehr gerne bei Amazon und bin ohne darüber nachzudenken bereit 0,5-1€ pro Artikel mehr zu bezahlen. Sie müssen endlich anfangen die Mitarbeiter, welche meinen Luxus / Komfort sicherstellen, angemessen für Ihre super Arbeit zu bezahlen.
 
@Jambolino: du solltest eine schlechtes gewissen haben! Kaufen,rumgeizen und dann meckern nach dem Motto,selbst schuld... Du unterschützt dieses perves System mit jedem kauf...
 
Die werden schon sehen was sie davon haben. Amazon bezahlt ja nun schon sehr gut, nur die Mitarbeiter werden gierig.

Die neuen Logistikzentren samt polnischer Mitarbeiter an der Grenze freuen sich schon auf Zuwachs.
 
@tripe_down: genau das wird passieren wen verdi nicht bald aufhört laufend lohnerhöhungen zu fordern. die schnallen das nicht mal wen die firmen schon zugemacht haben oder aufeinmal weg sind!
 
@snoopi: verdis antwort wird dann sein, sorry ist amazons schuld, machen wir jetzt mal bei zalando weiter usw.
 
@tripe_down: Das hat mit Menschenwürde zu tun.Dann bekommen ebend Aktionäre weniger Kohle! Ganz ehrlich, wenn so eine Heuschrecke Arbeitsplätze verlagert, sollen die ruhig gehen! Die wahren Gierigen sind ganz von anders. Hab vollstes Verständnis für die Belegschaft! Wir Leben in einer Sozialen Marktwirtschaft und das hat ebend seinen Preis! Ich möchte keine chinesischen Löhne sehen...
 
@sanem: Ja die armen Lageristen bei Amazon die 12-13€ pro Stunde verdienen, tun mir richtig Leid. <---Sarkasmus. Verdi ist einfach nur Lächerlich.
 
@sanem: Wunderbarer Kommentar (+). Dachte schon, ich wäre hier mit meiner Meinung alleine.
Bei vielen Kommentaren fasst man sich an den Kopf und fragt sich, ob auch mal nachgedacht wird.

Leute: es ist doch völlig egal, welche Bildung/Schulabschluss/Job zur Diskussion steht. Jeder - absolut jeder - hat ein Recht darauf, für seinen Job menschenwürdig bezahlt zu werden, damit man von dem verdienten Geld auch leben kann!

Und was soll diese Androhung der Verlagerung der Arbeitsplätze ins Ausland? Duckt sich jeder von euch auch privat so schnell vor seinem Chef, wenn es mal Ärger gibt? Verzichtet ihr dann auf eure Rechte?

Ich wünsche wirklich jedem, der hier jetzt über die Gewerkschaft motzt, dass er mal für 1 Jahr zu den Konditionen bei Amazon (oder Zalando oder oder oder...) arbeitet und sich dann mit seinen gemachten Erfahrungen seinen Kommentar in diesem Thread vielleicht noch einmal ins Gedächtnis ruft.
 
@Supereagle: dieses forum ist eine absolute soziale katastrophe...gib dir keine mühe...
 
Im Gegensatz zu vielen anderen Firmen geht es denen bei Amazon ja noch richtig gut, das ist wohl nur Aufregen um jeden Preis.
Nur über LKW Fahrer, Frisörinnen, Paketzusteller, Bäckern usw. da regt sich keiner auf? Das eine Arzthelferin 3 Jahre lernt und danach trotzdem nur mit 900€ nach Hause geht ist ok? Das man wenn man Tiefkühltorten herstellt sch diese am Moantsende trotzdem nicht leisten kann is ok? Das man den ganzen Tag Pakete rum fährt aber selber nur selten das Geld hat um sich m,al was zu bestellen ist ok?
Wir sollten mal aufhören hier von Sklavenmarbeit und dergleichen zu reden. Im Grunde sind wir, die Konsumenten doch Schuld. Alles muss billiger sein. Wenn du dir für nen 10er die Haare schneiden lässt und nach ner halben Stunde fertig bist fragst du dich da ernsthaft was von den 20€ Umsatz die Stunde noch übrig bleibt für die einzelne Frisörin?
 
Wenn das mal nicht nach hinten los geht, für beide Seiten...
 
@Alle: Ich möchte auch keine Chinesischen Löhne sehen, nichts desto trotz bringen Lohnerhöhungen nichts. Mal abgesehen davon das große Firmen eventuell ins benachbarte Ausland abwandern und die Leute dann eventuell gar keine Arbeit mehr haben, dass ist ein auch so ein Punkt, aber das ganze System mit den Lohnerhöhungen ist Mist. Nehmen wir mal so an, du arbeitest in einem Bereich der weder mit Einzelhandel noch Logistik zu tun hat. Nehmen wir weiterhin an, die Preise bei Amazon würden teurer. Nehmen wir als letztes noch an du würdest regelmäßig bei Amazon bestellen. Was nun? Du kannst bei Amazon weniger kaufen. Rewe erhöht die Preise ebenfalls, wegen Lohnsteigerung im Einzelhandel. Du gehörst der Gewerkschaft der Lokführer an, und da alles teurer wird, willst du bei der nächsten Tarifverhandlung auch mehr Geld, und die Preise für die Bahn steigen... Die Lohnerhöhungen sind also eine Endlosspirale, die nur den Weg nach oben kennt. Niemand kann sich von den Lohnerhöhungen auch nur ein Pfund Butter mehr kaufen, obwohl er mehr Geld bekommt. Das dumme bei der Angelegenheit ist auch, dass der Ex-Amazon-Mitarbeiter im Vorruhestand oder zukünftige Hartz 4 Empfänger, sollte Amazon die Produktion verlagern, blöd dasteht. Zugegeben, ich weiß nicht ob China so etwas wie eine Preissteigerungsrate hat und wie hoch die ist, aber Gesamtsystem mit den Lohnerhöhungen empfinde ich grundlegend als falsch.
 
@Lastwebpage: Amazon zahlt in Deutschland so gut wie keine Steuern, siehe z.B. hier: http://www.lvz-online.de/leipzig/wirtschaft/amazon-zahlt-in-leipzig-kaum-steuern--linke-und-verdi-entsetzt/r-wirtschaft-a-197232.html

Ich kann diese bescheidene Diskussion nicht mehr hören/lesen. Amazon wird teurer, wenn sie ihren Mitarbeitern mehr bezahlen, ja und?
Deshalb dürfen die Leute nicht mehr verdienen, weil du dann mehr zahlen müsstest? Aha! Weil deine Konsumsucht eingeschränkt wird?

Zumal, bevor es Amazon gab, wurden die angebotene Waren doch auch gehandelt. Im Einzelhandel, dem es heute dennoch nicht so mies geht.
Und nur weil eben jene Berufsgruppen, welche du in dem Text als Beispiele nanntest, oft nicht gut verdienen, dürfen es andere auch nicht?

Nein, ich arbeite - zum Glück - nicht bei/für Amazon. Doch ich habe nichts dagegen, wenn deren Angestellte ein gutes Leben führen können, mit dem Geld was sie selbst erarbeiten.

Und die Firmen wandern ab, wenn die Lohnkosten steige? Das machen sie doch schon immer. Soll man denen nachtrauern? Finde ich nicht.

Missgunst ist was Unschönes.
 
@chris193: Du hast mich falsch verstanden, wenn alles überall teurer wird, durch Lohnsteigerungen in allen Bereichen, wie viel kann man sich dann von den Lohnsteigerungen real mehr kaufen? Nichts. Von daher sind Lohnsteigerungen, von der praktischen Seite, sprich dem jeweiligen Arbeitnehmer, so ziemlich das sinnloseste was es gibt. Sollte es jedoch Länder geben, die eben nicht in diesem Endloskreis Lohnsteigerung=>Anstieg der allgemeinen Lebenskosten=>höhere Lohnforderungen, bzw. wo diese niedriger ist, ergibt das zwangsläufig für international agierende Unternehmen eine naheliegende Möglichkeit.
 
@Lastwebpage: Damit hast du tatsächlich Recht. (Keine Zeit mehr zu tippen, Chef ist gerade auf Arbeit erschienen^^)
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