RedTube: Ermittlungsverfahren gg. U+C angelaufen

Abmahnung, Porno, RedTube, U+C Bildquelle: U+C
Hinsichtlich der Abmahnwelle gegen Nutzer der Streaming-Plattform RedTube wird es für die Kanzlei Urmann + Collegen (U+C), von der die Schreiben versandt wurde, zunehmend unangenehm. Nun läuft ein Ermittlungsverfahren.
Dieses wurde aufgrund einer Strafanzeige eingeleitet, die die Kanzlei Müller Müller Rößner (MMR) im Dezember stellte. Dass die Staatsanwaltschaft nun die Aufnahme eines Verfahrens bestätigte, zeigt, dass man auch dort zumindest einen Anfangsverdacht auf strafbare Handlungen sieht. Und die Vorwürfe in der Strafanzeige gegen den U+C-Geschäftsführer Thomas Urmann wiegen durchaus schwer.

Demnach hätten diese gleich mit mehreren Methoden versucht, die Nutzer zu einer Zahlung der Forderungen zu bringen. Zum einen habe man beispielsweise die Autorität als Rechtsanwalt gegenüber juristischen Laien eingesetzt, um eine recht eindeutig falsche Rechtsauffassung als unumstößliche Wahrheit hinzustellen.

Denn in den Abmahnungen ist die Rede davon, dass eine erlaubte Vervielfältigung zum privaten Gebrauch "von vornherein nicht in Betracht" komme, da es sich um eine offensichtlich rechtswidrige Quelle handle. Dies ist laut MMR aber gar nicht der Fall. Denn eine Offensichtlichkeit würde nur vorliegen, wenn die Rechtswidrigkeit für jedermann klar auf der Hand liegt. Da RedTube aber von einem Unternehmen betrieben wird, das selbst darüber entscheidet, welche Inhalte überhaupt auf die Plattform kommen und außerdem auch verschiedene andere Online-Plattformen wie die des Playboy betreibt, müsse der Nutzer nicht zwingend davon ausgehen, dass der Stream illegal ist.

Hinzu kommt, so die Klageschrift, dass die Höhe der Forderungen mit 250 Euro wohl bewusst so gewählt ist, dass es kaum sinnvoll erscheint, dafür extra einen Anwalt zu beauftragen, der voraussichtlich ebenso hohe Honorare verlangen würde. Angesichts dessen, dass U+C auch schon einmal damit drohte, Rechtsverletzungen bei Pornographie öffentlich zu machen, sei weiterhin davon auszugehen, dass man darauf spekulierte, dass viele Nutzer aus Scham versuchen werden, die Sache durch eine Zahlung aus der Welt zu schaffen.

Letztlich sehen die Klagenden MMR-Anwälte hiernach ihre Auffassung sogar die Tatbestände der Nötigung und auch der Erpressung erfüllt - letzteres sogar in einem besonders schweren Fall, da gewerbsmäßig und bandenmäßig gehandelt worden sei. Die Staatsanwaltschaft wird nun im Rahmen weiterer Ermittlungen zu prüfen haben, aufgrund welcher Verdachtsmomente letztlich ein Prozess gegen U+C angestrengt werden könnte. Abmahnung, Porno, RedTube, U+C Abmahnung, Porno, RedTube, U+C U+C
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