'Kony 2012'-Macher drohen Online-Satire mit Klage

Die Macher der viralen Internet-Kampagne "Kony 2012", die es sich zum Ziel gesetzt hat, den gleichnamigen ugandischen Rebellenführer zu fassen, haben einer Gruppe New Yorker Studenten wegen einer politischen Online-Satire eine Klage in Aussicht gestellt.
Invisible Children, jene Organisation, die das durchaus umstrittene "Kony 2012"-Video (samt dazugehöriger Kampagne) initiiert und produziert hat, droht einer Gruppe von US-Studenten rechtliche Schritte an. Grund ist eine (politische) Satire-Webseite, die die Studenten der New York University Anfang Mai ins Netz gestellt haben, berichtet das US-Technikmagazin 'Wired'. Kickstriker SatireseiteDie Satireseite Kickstriker will zum Nachdenken anregen Auf 'Kickstriker', einer Parodie der beliebten Crowdfunding-Plattform Kickstarter, wollen sich die Studenten über die Ernsthaftigkeit von Invisible Children lustig machen bzw. auf satirische und vor allem absurde Weise ähnliche Wohltätigkeits-Initiativen und deren mediales Auftreten kritisieren.

Auf Kickstriker wirbt man beispielsweise dafür, Geld zu spenden, um damit Söldner anzuheuern, die Joseph Kony fassen sollen, da Regierungen dies offenbar nicht können bzw. wollen. An anderer Stelle kann man sich für die Ausbildung tibetischer "Kampfmönche" einsetzen oder auch die Entwicklung eines "mobilen und diskreten Verhörfahrzeugs" fördern.

Echtes Geld kann man dafür natürlich nicht spenden: Wer auf den "Unterstütze dieses Projekt"-Button klickt, erhält eine Nachricht, dass es sich bei Kickstriker um einen "Hoax" und eine satirische Webseite handle. Dabei werden auch Links zu renommierten Wohltätigkeitsorganisationen angeführt, schließlich wollen sich die US-Studenten nicht über die Missstände selbst lustig machen.

Bei Invisible Children sieht man das aber anders und droht den Kickstriker-Betreibern mit juristischen Schritten: In einer Abmahnung fordert man die Studenten auf, alle urheberrechtlich geschützten Verweise auf Invisible Children und die "Kony 2012"-Kampagne zu entfernen - von der Seite selbst, aber auch von allen Rechnern, Festplatten und Servern.

Die Kickstriker-Verantwortlichen zeigen sich nicht beeindruckt und verweisen darauf, dass es sich bei ihrem Projekt eben um politische Satire handle und die von Invisible Children geschützten Trademarks durch die "Fair Use"-Rechtsdoktrin abgedeckt seien. Man wolle unbedingt weitermachen, so Mehan Jayasuriya, einer der Studenten, gegenüber Wired. Kickstriker Kickstriker
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