Netzagentur bremst Fax-Spammer im Ausland aus

Kommunikation, Papier, Fax Bildquelle: Abhisek Sarda / Flickr
Die Bundesnetzagentur versucht derzeit mit Hilfe der deutschen Telekommunikationsunternehmen den Versand von Fax-Spam zu stoppen, der für einen angeblichen "Swiss Money Report" wirbt. Das teilte die Behörde heute in Bonn mit.
Alle deutschen Netzbetreiber wurden aufgefordert, soweit es ihnen technisch möglich ist, eingehende Verbindungen sowie die Erreichbarkeit von insgesamt sechs ausländischen Rufnummern zu unterbinden. "Aufgrund neuer technischer Erkenntnisse konnten wir die jetzige netzseitige Sperrung anordnen. Mit dieser neuartigen Maßnahme werden die Verbraucher vor einer massiven Belästigung durch derartige Werbefaxe mit Auslandsbezug geschützt", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Der "Swiss Money Report" ist ein Fax-Newsletter mit Börseninformationen. Inhalt der Werbefaxe ist stets eine Kaufempfehlung für eine bestimmte Aktie, zu der angeblich ein Kursanstieg erwartet wird. Nach den der Bundesnetzagentur vorliegenden Beschwerden wird dieser Fax-Newsletter mehrmals pro Woche versendet. Als Kontakt sind stets ausländische Rufnummern angegeben. Zudem enthalten die Werbefaxe den Hinweis auf die Möglichkeit zur Abmeldung des Fax-Newsletters per E-Mail.

Nach den Angaben der betroffenen Verbraucher hat die Rücksendung eines Faxes an eine der Kontaktrufnummern sowie die Versendung einer E-Mail mit der Angabe, keine weiteren Faxe erhalten zu wollen, keinen Erfolg gebracht. Der Fax-Newsletter wurde weiterhin in hoher Stückzahl zugesandt. Da dies häufig zur Nachtzeit geschah, wurden insbesondere Verbraucher, die nur eine Leitung für Telefon und Faxgerät nutzen, durch das Klingeln massiv belästigt, hieß es.

Die Vorschriften des Telekommunikationsgesetzes ermöglichen der Bundesnetzagentur in erster Linie ein Einschreiten bei rechtswidrig genutzten nationalen Rufnummern. Hier kann die Bundesnetzagentur unter anderem gegenüber dem Netzbetreiber, in dessen Netz diese geschaltet ist, die Abschaltung anordnen. Gegenüber ausländischen Netzbetreibern ist dies jedoch nicht möglich.

Auch in Zusammenarbeit mit verschiedenen ausländischen Regulierungsbehörden konnte weder der Urheber des Fax-Spams ermittelt noch die massenhafte Versendung der unverlangten Werbefaxe unterbunden werden. Deshalb versucht man es nun mit einer direkten Sperrung. Vorausgegangen war eine Untersuchung, ob eine solche Anordnung überhaupt technisch umsetzbar ist. Die Mehrheit der Netzbetreiber konnte inzwischen Vollzug melden. Kommunikation, Papier, Fax Kommunikation, Papier, Fax Abhisek Sarda / Flickr
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