Alcatel-Lucent sendet 300 Mbit/s über Kupferleitung
Zwar erfolgte die Übertragung noch unter Laborbedingungen, die Entwickler des Unternehmens sicherten aber zu, bereits im kommenden Jahr entsprechende Systeme für den Praxiseinsatz bauen zu können. Die Grundlage dessen ist die VDSL2-Technologie, teilte das Unternehmen mit.
Das Verfahren hat aber weiterhin das Problem, dass die hohen Geschwindigkeiten nur über relativ kurze Distanzen zu erreichen sind. Bei der Demonstration betrug die Kabellänge nur 400 Meter. Über eine Distanz von einem Kilometer werden aber immerhin noch 100 Megabit pro Sekunde erreicht.
Damit würde die Technologie immerhin Bandbreiten ermöglichen, wie sie heute bereits in Fernsehkabel-Netzen möglich sind. Um dies zu erreichen, integrierten die Entwickler unter anderem ein Kontrollsystem in den Standard, das Störungen in der Leitung ausgleicht.
Dieses funktioniert den Angaben zufolge ähnlich, wie die Rauschunterdrückung in Audiosystemen. Allerdings gehen auch die Alcatel-Lucent-Entwickler davon aus, dass ihre Technik lediglich eine Übergangslösung sein kann, bis in einigen Jahren großflächig Glasfaseranschlüsse bis in die Haushalte ausgerollt werden.
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Christian Kahle
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