Bild-Chef Diekmann bloggt: Selbstironische Arroganz

Social Media Kai Diekmann, Chef der Bild-Zeitung, hat gestern ein eigenes Blog gestartet. In diesem präsentiert er sowohl sich selbst, als auch seine alltäglichen Erlebnisse mit Bild-Kritikern. Anders als zu erwarten liest man in dem Blog einen Diekmann, der mit sowohl mit seinen Gegnern als auch sich selbst äußerst ironisch umgeht. So stellt er eine Persiflage auf die letzte Bild-Plakatkampagne online, die ihn mit dem Spruch "Jede Lüge braucht einen Vollidioten, der sie druckt" zeigt und kommentiert: "Ich finde mich, ehrlich gesagt, hier nicht optimal ausgeleuchtet."

Ein Foto zeigt Diekmann mit sich selbst an einem Tisch sitzend. Es illustriert ein Interview des Bild-Chefs mit sich selbst. In diesem erläutert er den Hintergrund für das Blog: "Es geht eher um öffentliche Aberkennung. taz, Süddeutsche, Spiegel usw. bemühen sich redlich, werden mir aber einfach nicht gerecht - ich bin viel, viel schlimmer."

Diekmanns Lieblingsfeinde von der 'Tageszeitung' - deren Redaktion sich in unmittelbarer Nähe zur Berliner Zentrale des Springer-Verlages befindet - erhielten mit "Meine taz" sogar eine eigene Rubrik. Traf man sich früher vor allem vor Gericht, hat sich das Verhältnis zwischen Diekamm und taz inzwischen aber deutlich gewandelt.

Die von ihm als "Deutschlands kleinste Boulevardzeitung" betitelte Publikation wird bekanntlich von einer Genossenschaft getragen, an der auch Diekmann inzwischen Anteile hält. Im Diekmann-Blog findet sich auch der komplette Schriftverkehr mit dem Presserat nach einer Beschwerde durch die RTL-Moderatorin Inka Bause.

100 Tage will der Bild-Chef nun sein Blog befüllen und tut dies - zumindest bisher - äußerst eifrig. Ist dieser Zeitraum vorbei, will Diekmann entscheiden, ob der noch Lust auf das Projekt hat. Lesenswert ist es - ob man Bild nun mag oder nicht - durchaus.
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