Verleger Burda will Geld von Suchmaschinen

Wirtschaft & Firmen Der Verleger Hubert Burda sieht die Ergebnisse der Wertschöpfung falsch verteilt. Insbesondere Suchmaschinenbetreiber würden in einem ungerechtfertigt hohen Maße protitieren, erklärte er in einem Beitrag in der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'.

Hintenan stünden hingegen die Anbieter von Inhalten. Insbesondere qualitativ hochwertiger Journalismus sei dadurch bedroht. "Onlinewerbung funktioniert. Aber sie landet vor allem bei Suchmaschinen wie Google oder Yahoo", so Burda. Die Umsätze seien dort deutlich höher als bei Verlags-Webseiten.


"Zwar profitieren journalistische Angebote auch davon, dass Suchmaschinen die Nutzer an sie weiterleiten", erklärte er weiter. Allerdings sei das noch lange kein tragfähiges Geschäftsmodell für journalistische Qualität im Internet. "Die Einnahmen decken bei den meisten Angeboten nicht annähernd die hohen Kosten."

Er warf daher die Frage auf, "ob wir es weiter akzeptieren können, wenn andere kommerzielle Anbieter aus unseren Angeboten und damit von unserem originären journalistischen Handwerk einen größeren wirtschaftlichen Nutzen ziehen, als wir selbst".

Um eine "schleichende Enteignung der Inhalte-Produzenten" müssten diese besser geschützt werden. Er forderte daher, dass den Verlagen "ausschließliche Recht auf Vervielfältigung, Verbreitung, öffentliche Wiedergabe und öffentliche Zugänglichmachung für Presseerzeugnisse" zusteht.

Ob er damit in die gleiche Kerbe schlägt, wie der US-Richter Richard Posner, wurde allerdings nicht klar. Posner hatte gefordert, dass Suchmaschinen und Internet-Nutzer sich eine Erlaubnis einholen müssen, wenn sie bestimmte Inhalte verlinken wollen.

Allerdings verlangte Burda, dass die Verlage Einblick in die Arbeitsweise von Suchmaschinen erhalten, um die Platzierung in den Ergebnislisten nachvollziehen zu können. Google weigert sich bisher, Außenstehenden seinen Suchalgorithmus im Detail zu erläutern, um Manipulationen möglichst auszuschließen.

Außerdem fordert Burda das Recht ein, "an den Erlösen der Suchmaschinen fair und zu überprüfbaren Konditionen zu partizipieren". Dies soll offenbar so aussehen, dass die Suchmaschinenbetreiber einen Teil ihrer Werbeeinnahmen direkt an die Inhalte-Anbieter abführen, die sie überhaupt erst für eine breite Masse von Internet-Nutzern auffindbar machen.
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Die spinnen doch die Römer! Das wird niemals hinhauen... jedoch ist der Ansatz ein bisschen besser als der des des Richters...
 
Ich würde auch gerne im Schlaraffenland wohnen.^^
 
"Allerdings verlangte Burda, dass die Verlage Einblick in die Arbeitsweise von Suchmaschinen erhalten, um die Platzierung in den Ergebnislisten nachvollziehen zu können." der sollte mal nach google-bombs googeln...
 
Wär ich Google würde ich die Seiten von Burda einfach mal aus dem Index entfernen und warten bis sie wieder angekrochen kommen...
 
@Joggie: Oder das Ganze akzeptieren und im Gegenzug Burda die Serverkosten in Rechnung stellen. Is ja nich so, dass man ne Suchmaschine in der Größe für lau betreiben kann.


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