Expertenstreit: Nicht nachweisbarer Root-Kit möglich?

Software Eine Gruppe angesehener Sicherheitsexperten hat die Root-Kit-Spezialistin Joanna Rutkowska mit der Behauptung herausgefordert, dass es unmöglich sei, einen nicht zu entdeckenden Root-Kit zu entwickeln. Rutkowska hatte vor einigen Monaten für Aufsehen gesorgt, als sie mit Hilfe einer speziellen Root-Kit-Software nachweisen konnte, dass der in Windows Vista integrierte Kernelschutz PatchGuard umgangen werden kann.

Die Sicherheitsexperten Dino Dai Zovi, Peter Ferrie von Symantec, Nate Lawson von Root Labs und Thomas Ptacek von Matasano haben nun die These aufgestellt, dass jede Art von Root-Kit, der in einer virtuellen Umgebung eingesetzt wird, Spuren hinterlässt, die zu seiner Entdeckung führen können.

Joanna Rutkowska reagiert in einem Blog-Eintrag und kündigte an, die Herausforderung annehmen zu wollen. Bedingung sei allerdings, dass man für ihren Aufwand bezahle. Um die Behauptung der Experten zu widerlegen sei zunächst eine Weiterentwicklung der im Fall von Windows Vista genutzten Root-Kit-Software "Blue Pill" nötig.

Des weiteren müsse es konkrete Regeln für die Erprobung geben. Rutkowska forderte, dass mindestens fünf Rechner eingesetzt werden müssten, um die Wahrscheinlichkeit, den Root-Kit durch willkürliches Erraten zu finden, zu reduzieren.

Sollte Rutkowska erfolgreich sein, dürfte feststehen, dass es tatsächlich möglich ist, einen Root-Kit zu entwickeln, der unter keinen Umständen entdeckt werden kann.
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