Hochfrequenzhandel macht Verlust: Datenfunk durch Hitze langsamer

Börse, Aktie, Kurs Bildquelle: Mashable
Auch an der Ostküste Nordamerikas haben die Menschen aktuell mit einer anhaltenden Hitzewelle zu tun. Und diese belastet unter anderem auch die New Yorker Finanzwirtschaft: Nicht nur den Maklern in ihren Business-Anzügen ist es zu warm - auch den Funkstrecken, die für den Hochfrequenzhandel an der Börse genutzt werden. Diese Art der Aktienspekulationen sind auf extrem schnelle Reaktionszeiten angewiesen. Binnen Sekundenbruchteilen reagieren hier Algorithmen auf kleinste Kursschwankungen und kaufen und verkaufen Aktien. Bei diesen schnellen Transaktionen werden zwar immer nur vergleichsweise kleine Beträge als Gewinn verbucht - doch mit der Zeit sammeln sich über die Sekunden, Minuten, Stunden und Tage hinweg recht beachtenswerte Summen an.

Um hier aber optimal dabei zu sein, muss man möglichst als erster eine Kursschwankung erkennen und sofort reagieren. Menschen könnten dies gar nicht, da es wortwörtlich um Bruchteile von Sekunden geht. Und da hier auch niemand die schwankenden Latenzen einer normalen Internet-Verbindung als Risiko gebrauchen kann, werden die Verbindungen zwischen der New Yorker Wall Street und den Datenzentren mit den Supercomputern zur Kursanalyse über Mikrowellen-Richtfunk realisiert. Genau dieser hat laut einem Bericht von Hackaday aber so seine Schwierigkeiten mit er aktuellen Hitzewelle.

Latenz steigt

In der Hitzewelle im Juli stiegen die Latenzen bei den Funkverbindungen teils um den minimalen Wert von rund 10 Mikrosekunden. Verursacht wurde das vor allem durch die extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Diese verlängerte die Signallaufzeiten und schwächte die Übertragung teils so stark, dass auch Datenpakete erneut übertragen werden mussten, was die Geschwindigkeit weiter ausbremst.

Das hat durchaus signifikante Auswirkungen auf den Hochfrequenzhandel. Um welche Summen es hier inzwischen geht, ist weitgehend unklar. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass einigen großen Betreibern in dem Marktsegment durchaus viele Millionen Dollar durch die Lappen gehen.

Siehe auch: Börsen-Spekulanten erhalten eigenes Unterseekabel Börse, Aktie, Kurs Börse, Aktie, Kurs Mashable
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