Trotz Streit mit Verdi: Amazon schafft in Deutschland 2000 neue Jobs

Der US-Versandhändler Amazon steht in Deutschland unter Dauerbeschuss der Gewerkschaft Verdi, diese wirft dem Konzern immer wieder Ausbeutung vor. Denn Amazon will nicht den geforderten Tarifvertrag zahlen. Das hindert das Unternehmen aber nicht daran, mehrere tausend neuer Stellen in Deutschland zu schaffen.
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Amazon hat heute bekannt gegeben, dass man noch in diesem Jahr rund 2000 neue Arbeitsplätze schaffen wird. Bis Ende des Jahres wird die Anzahl der Mitarbeiter in Deutschland auf 18.000 Beschäftigte anwachsen, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Gewerkschaft wird eine Vielzahl dieser Jobs aber kaum beanstanden können.

Denn viele der neuen Stellen werden am Berliner Standort geschaffen und haben einen Fokus auf Forschung und Entwicklung. Außerdem wird der Bereich Amazon Web Services (AWS) ausgebaut, schließlich sollen auch diverse Jobs zur Unterstützung von Services wie AmazonFresh, Alexa oder Prime Video besetzt werden.

Viele Stellen im IT-Bereich

Logistik spielt zwar eine Rolle, die meisten Stellen betreffen aber Berufe, die mit Verdi und Co. nicht viel am Hut haben, darunter Softwareentwickler, Sprachwissenschaftler sowie Personal- und IT-Spezialisten.

Amazon nutzte aber auch die aktuelle Pressemitteilung dazu, die bereits schier ewige Auseinandersetzung mit Verdi zu kommentieren. Der Konzern aus Seattle schreibt, dass man "auch in den Logistikzentren wettbewerbsfähige Löhne und umfangreiche Zusatzleistungen ab dem ersten Tag" zahle. Alle festangestellten Mitarbeiter verdienen laut Amazon nach zwei Jahren umgerechnet mindestens 12,21 Euro brutto pro Stunde.

Amazon weiter: "Darüber hinaus bietet Amazon Zusatzleistungen wie leistungsbezogene Prämien, eine Sonderzahlung zu Weihnachten und Mitarbeiter-Aktien. Mit diesen Extras verdient ein festangestellter Mitarbeiter nach zwei Jahren durchschnittlich 2.621 Euro brutto im Monat."

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