Der PC wird kleinste Spieleplattform - Mobile dominiert jetzt alles

Den klassischen großen Gaming-Plattformen PC und Konsole verbleibt in diesem Jahr nicht einmal mehr die Hälfte des Geldes, das die Nutzer für Spiele ausgeben. Erstmals wird der größere Anteil auf den Mobile-Systemen erwirtschaftet. Und das dürfte Folgen für die weitere Entwicklung der gesamten Industrie haben.
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Noch vor wenigen Jahren war der PC klar die wichtigste Umsatzquelle der Spieleindustrie. Die rasante Entwicklung der Mobile-Plattformen hat jetzt aber dafür gesorgt, dass diese sogar mehr Geld einspielen, als PCs und Konsolen zusammengenommen. Das geht aus Prognosen auf Basis aktueller Marktdaten hervor, die das Marktforschungsunternehmen Newzoo veröffentlichte.
Spielemarkt 2018Verteilung 2018... Spielemarkt 2018...und langfristige Entwicklung
Im Jahr 2012 hatte Mobile einen Anteil von 18 Prozent am gesamten Spielemarkt. 2015 waren es dann schon 34 Prozent und in diesem Jahr soll erstmals ein Wert von 51 Prozent erreicht werden. Der PC würde dadurch dann sogar auf den dritten Platz zurückfallen. Denn hier blieben nur noch 24 Prozent Marktanteil übrig, die anderen 25 Prozent entfielen dann auf die Konsolen.

Allein Smartphones kommen laut den Hochrechnungen für dieses Jahr auf einen Anteil von 41 Prozent. Da der gesamte Gaming-Markt in diesem Jahr voraussichtlich 137,9 Milliarden Dollar schwer sein wird - und damit 13,3 Prozent mehr als im vergangenen Jahr - entfielen allein 56,4 Milliarden Dollar auf die Hersteller von Spielen für Mobiltelefone. PC-Spiele setzen hingegen "nur" 32,9 Milliarden Dollar um, wovon 4,3 Milliarden auch noch für Browser-Games weggehen. 34,6 Milliarden Dollar werden hingegen an die Anbieter von Konsolen-Spielen fließen.

Niemand hat weniger

Und der Trend wird sich nach Einschätzung der Marktforscher fortsetzen. Denn natürlich wird von den Spieleherstellern angesichts dieser Entwicklung auch mehr Geld in die Mobile-Plattformen investiert. Das führt hier in Verbindung mit stärkerer Hardware auch zu immer besseren Produkten, wodurch der Anteil der Mobile-Plattformen bis 2021 auf 59 Prozent steigen wird.

Allerdings nimmt das rasante Wachstum der Spieleverkäufe für Smartphones und Tablets etwas überraschend niemandem wirklich etwas weg. Denn hier handelt es sich im Wesentlichen um zusätzliche Einnahmen für die Spielebranche. Das Umsatzvolumen des Gaming-Marktes weltweit soll immerhin von 70,6 Milliarden Dollar im Jahr 2012 bis ins Jahr 2021 auf etwas über 180 Milliarden Dollar geklettert sein.
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