Informatiker fordern hunderte Millionen Euro für Europas KI-Forschung
Die führenden Vertreter der europäischen Informatik haben in einem gemeinsamen Brandbrief gefordert, dass mehr für die hiesige KI-Forschung getan werden müsse. Konkret verlangt man die Einrichtung von Spitzeneinrichtungen, in denen die Forschung vorangetrieben wird - verbunden mit dreistelligen Millionen-Budgets.
In Europa ist man einmal mehr von der rasanten Entwicklung im IT-Bereich überrascht worden und droht im internationalen Maßstab schlicht hinterherzulaufen. Vor allem China macht aktuell im KI-Segment riesige Fortschritte. Und die USA überraschte damit, dass entscheidende Entwicklungen in der Grundlagenforschung aus Unternehmen kommen - normalerweise nutzen diese solche Erkenntnisse eher und forschen an kommerziellen Einsatzmöglichkeiten. Konzerne wie Google, Facebook und Amazon haben in der KI-Entwicklung aber auch einen enormen Vorteil: Sie verfügen jeweils über gigantische Datenberge, mit denen die maschinelle Mustererkennung trainiert werden kann.
Renommierte Einrichtungen aus der weiteren europäischen Wissenschafts-Community - darunter Vertreter von der Max-Planck-Gesellschaft, der ETH Zürich und der Universitäten in Cambridge, Paris, Jerusalem und Amsterdam fordern nun einen Kraftakt in Europa. Zentrales Element ist dabei die Initiative "European Lab for Learning & Intelligent Systems" (Ellis), berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Die entsprechende Grundlagenforschung wird als elementare Basis dafür angesehen, auf dem IT-Weltmarkt mithalten zu können. Denn es ist längst klar, dass KI-Algorithmen in den kommenden Jahren eine wachsende Rolle in zahlreichen Anwendungen und Diensten spielen werden. Entsprechend sind auch schon Bekenntnisse zu dem Bereich im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung enthalten.
Renommierte Einrichtungen aus der weiteren europäischen Wissenschafts-Community - darunter Vertreter von der Max-Planck-Gesellschaft, der ETH Zürich und der Universitäten in Cambridge, Paris, Jerusalem und Amsterdam fordern nun einen Kraftakt in Europa. Zentrales Element ist dabei die Initiative "European Lab for Learning & Intelligent Systems" (Ellis), berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Frühere Projekte als Beispiel
Unter deren Dach sollen Forschungszentren entstehen, die von den Staaten mit jeweils 100 Millionen Euro Startkapital auf den Weg geschickt und dann mit einem ordentlichen Budget am Laufen gehalten werden. Bei ihrem Vorschlag orientieren sich die Informatiker dabei an einer vergleichbaren Initiative, mit der in den 1970er Jahren die Molekularbiologie in Europa sehr erfolgreich vorangebracht wurde.Die entsprechende Grundlagenforschung wird als elementare Basis dafür angesehen, auf dem IT-Weltmarkt mithalten zu können. Denn es ist längst klar, dass KI-Algorithmen in den kommenden Jahren eine wachsende Rolle in zahlreichen Anwendungen und Diensten spielen werden. Entsprechend sind auch schon Bekenntnisse zu dem Bereich im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung enthalten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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