Telekom wittert Morgenluft für neuen Anlauf zur Eroberung der USA

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Die Deutsche Telekom wagt einen neuen Versuch, ihre US-Tochter mit dem dortigen Konkurrenten Sprint zusammenzuschließen. Allerdings handelt es sich nicht einfach um eine Neuauflage alter Geschichten - denn die Ausgangslage für ein solches Projekt hat sich inzwischen doch deutlich geändert. Noch vor einiger Zeit bemühte sich die Telekom in erster Linie darum, die T-Mobile USA zu guten Bedingungen loszuwerden. Inzwischen hat sich das Unternehmen aber enorm entwickelt und heute trägt die Gesellschaft einen größeren Teil zum Geschäft der Telekom bei als die Aktivitäten in Deutschland. Ein Zusammenschluss mit Sprint würde den Konzern somit wohl eher darauf vorbereiten sollen, die größeren US-Mobilfunkbetreiber AT&T und Verizon Wireless direkt anzugreifen. Das geht aus einem Bericht des Wall Street Journal hervor.

Es wäre jetzt das dritte Mal in vier Jahren, dass sich die Managements der beiden Netzbetreiber am Verhandlungstisch treffen. Die letzten Gespräche wurden erst vor einigen Monaten ohne Ergebnis abgebrochen. Damals war die Fusion für die Telekom eine gute Option, aber kein Muss. Und für die Sprint-Eigner waren die Preise, die die Deutschen zahlen wollten, zu gering.

Dynamisches Umfeld

Das kann jetzt ganz anders aussehen. Denn um T-Mobile auf die nächste Entwicklungsstufe zu bekommen, wären auch so massive Investitionen in die Infrastruktur nötig. Da wäre es trotz aller Hürden auch nicht schwieriger, mit Sprint zusammenzugehen - auch für einen deutlich besseren Preis - und die Infrastruktur zügig auszudehnen sowie damit auch gleich noch einen potenziellen Konkurrenten vom Markt zu bekommen.

Der Moment wäre auch günstig, da die Wettbewerbsbehörden gerade mit AT&T zu tun haben und es wahrscheinlich gar nicht so schlecht fänden, wenn dem Marktführer, der sich mit der Übernahme Time Warners stärken will, eine weitere größere Einheit entgegengestellt wird. Sprint und T-Mobile würden, wenn der Zusammenschluss denn erfolgreich funktioniert, sogar größer als AT&T sein. Ein großes Fragezeichen wäre dabei eher, wie die US-Regierung einem solchen Schritt gegenüberstehen würde. Denn nicht nur T-Mobile, sondern auch Sprint befindet sich im Besitz ausländischer Investoren, in diesem Fall des japanischen Tech-Konzerns Softbank.

Siehe auch: Ergebnis im großen Handy-Netztest: Der Telekom-Thron bröckelt weiter

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