iOS-Leak: Löschung scheitert, jetzt will Apple Fork-Netzwerke sperren

Iphone, iOS, Bug, Absturz, Memory Leak Bildquelle: EverythingApplePro
Vor wenigen Tagen war in einem historischen Leak erstmals Quellcode eines iOS-Kernteils im Netz aufgetaucht. Apple hatte schnell reagiert und den Code als alt und irrelevant bezeichnet, geht aber trotzdem gegen die Verbreitung auf der Software-Plattform vor - ohne Erfolg. Jetzt fordert der Konzern eine Sperrung gesamter "Fork-Netzwerke" von GitHub.

Da das Kopieren leicht ist, kommt Apple mit den Löschanträgen nicht hinterher

Eine der wichtigsten Funktionen der für Software-Projekte entwickelten Plattform Github ist es, Verzeichnisse sehr schnell und unkompliziert kopieren zu können. Genau diese Tatsache sorgt jetzt aber für Ärger mit Apple. Der Konzern versucht seit dem Leak des iOS-Bootloaders iBoot mit sogenannten Urheberrechtsverwarnungen (DMCA Notice) eine komplette Löschung des entsprechenden Quellcodes auf der Plattform zu erreichen. Nachdem der Konzern bisher über 200 spezifische Github-Verzeichnisse benannt hatte, die entsprechend geschützten Quelltext enthalten, will man laut dem Bericht von The Register jetzt eine andere Taktik verfolgen.

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Wie die von Apple beauftragte Anwaltskanzlei betont, gehe man davon aus, dass "alle oder die meisten Forks in diesen Netzwerken Urheberrecht verletzen". Deshalb habe man Github nun dazu aufgefordert, eben jene Kernfunktion des Dienstes einzuschränken, die es ermöglicht, Verzeichnisse mit einem Verweis auf das Original innerhalb des Netzwerkes zu kopieren und weiterzuverwerten. "Weil wir eine wachsende Anzahl an Forks registrieren, die den geschützten Code enthalten, bitten wir GitHub respektvoll, das gesamte Fork-Netzwerk zu sperren", so die Anwälte von Apple in ihrer Aufforderung.

Interessengruppe für digitale Rechte sieht kein Problem für GitHub

Wie The Register in seinem Bericht schreibt, dürfte es Apple trotz seiner Anfrage an GitHub schwer haben, die Kopien des iBoot-Codes komplett von der Plattform zu entfernen - unabhängig davon, dass diese natürlich auch noch an anderer Stelle im Netz zu finden sind. Zwar müssen die Betreiber schnell handeln, wenn Apple einen Verstoß gegen Urheberrechte klar benennt, mit der pauschalen Aussage, dass "alle oder die meisten" der Forks hier einen Verstoß darstellen, komme Apple dieser gesetzlichen Regelung aber nicht nach.

Wie Mitch Stoltz, Anwalt der Electronic Frontier Foundation, gegenüber The Register ausführt, gebe das entsprechende Gesetz klar vor, dass für einen erfolgreichen Löschantrag immer spezifische Inhalte benannt werden müssen, die gegen Urheberrecht verstoßen. "Das Gesetz enthält keine Bestimmung, die es ermöglicht zu sagen ‘wir sehen hier viele Verstöße, also wollen wir sicherheitshalber, dass ihr einfach alles löscht'", so Stoltz. "Apple kann zwar fragen, aber GitHub muss hier nicht Folge leisten."

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